Diskussion über Straßenerneuerung wird fortgesetzt
CDU sieht sofort Handlungsbedarf

Ladbergen -

Der Kohnhorstweg liegt den Sozialdemokraten am Herzen. In einem Antrag an die Gemeinde Ladbergen machte die SPD die Straße Richtung Lengerich kürzlich zum Thema im Planungs- und Bauausschuss.

Dienstag, 12.06.2018, 23:00 Uhr

„Tonnenschwere LKW“ befahren laut SPD den Kohnhorstweg. Die Fahrbahnoberfläche weist zahlreiche Löcher auf – für die Sozialdemokraten ein Grund „mittelfristig“ zu handeln. Die CDU will jetzt aktiv werden.
„Tonnenschwere LKW“ befahren laut SPD den Kohnhorstweg. Die Fahrbahnoberfläche weist zahlreiche Löcher auf – für die Sozialdemokraten ein Grund „mittelfristig“ zu handeln. Die CDU will jetzt aktiv werden. Foto: Luca Pals

Der Fraktionsvorsitzende Thomas Kötterheinrich bezeichnete den Zustand der Fahrbahn des Kohnhorstweges als „sehr mangelhaft“. Mittelfristig müsse „über die zur Verkehrssicherheit führende Sanierung dieses Straßenbereiches nachgedacht werden“, da der Sandabbau der Firma Besmann zwischenzeitlich beendet sei. Die Straße sei der Belastung durch „tonnenschwere Lkw“ nicht mehr gewachsen.

Die Sozialdemokraten wollen die Verwaltung beauftragen, die Kosten für den Ausbau der Kohnhorst- und anderer Straßen zu ermitteln. Jährlich sollen 25 000 Euro als Rücklage aus dem Haushalt für die Erneuerung zurückgestellt werden. Die SPD konzentrierte sich in ihrem Antrag auf den Abschnitt von der Lengericher Straße bis zum Abzweig Engeldamm.

Das Ansinnen stieß bei der CDU auf Unverständnis. Günter Haarlammert: „Dieser Antrag ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten.“ Der mangelhafte Zustand der Straßen sei seit vielen Jahren bekannt, nun stelle sich die SPD als „neuer Heilsbringer“ dar. Er selbst habe sich bereits 2015 mit dem Kohnhorstweg beschäftigt: „Damals hat es die SPD und die Grünen nicht interessiert.“

Der Christdemokrat rechnet nach dem Antrag der SPD, jährlich 25 000 Euro in die Fahrbahnerneuerung zu veranschlagen, vor: „Dann haben die Bürger in acht bis zehn Jahren eine neue Fahrbahn. Es muss aber jetzt reagiert werden.“ Der Politiker machte auch klar: „Uns als CDU ist der Außenbereich genauso wichtig wie die Menschen, die im Ortskern leben. Das DIEK hat nicht immer nur Vorrang.“

Thomas Kötterheinrich konnte „die Aufregung nicht verstehen“. Er sagt: „Wir können nur nach unseren Mitteln und Geldern etwas machen. Daher kann die Sanierung nicht in einem Schwung geschafft werden.“ Es könne mit den Rücklagen dann gehandelt werden, wenn die Kassenlage gut sei, so Kötterheinrich weiter.

Die CDU war nicht unvorbereitet, brachte einen neuen Antrag ein, der lautet:

1. Der Ratsbeschluss vom 10. Dezember 2015 zur Deckelung der Erneuerungskosten für Straßen im Außenbereich auf 50 Prozent der Einnahmen der Grundsteuer A wird aufgehoben.

2. Für die Straßenerneuerung des Kohnhorstweges von der Abzweigung Lengericher Straße bis Engeldamm werden Haushaltsmittel in 2019 bereit gestellt“.

Über diesen neuen Antrag sowie den ursprünglichen Antrag der SPD soll im Verlauf einer Ratssitzung am Donnerstag, 28. Juni, ab 19 Uhr diskutiert werden.

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