Do., 07.01.2016

Premiere Lockerer Treff im Alten Speicher

Die Gastgeber Franziska Lengers (2.v.r.) und Bert Schulte (3.v.r.) kommen während des ersten Treffpunktes im Alten Speicher mit den Besuchern schnell ins Gespräch.  

Die Gastgeber Franziska Lengers (2.v.r.) und Bert Schulte (3.v.r.) kommen während des ersten Treffpunktes im Alten Speicher mit den Besuchern schnell ins Gespräch.   Foto: i

Laer - 

Zum ersten Mal fand am Donnerstag der Treffpunkt für Flüchtlinge und ehrenamtliche Begleiter im Alten Speicher am Rathaus statt. Dort konnten Franziska Lengers und Bert Schulte eine überschaubare Zahl an Besuchern begrüßen. Die Gastgeber hoffen, dass es auf Dauer mehr Teilnehmer werden.

Von Sabine Niestert

Das Ehepaar aus Syrien spricht schon recht gut deutsch. Der 31-jährige Mann und seine 30-jährige Frau haben ihr einjähriges Töchterchen mitgebracht. Obwohl der Alte Speicher für das kleine Mädchen fremd ist, scheint es sich dort, immer die Eltern im Blick, recht wohl zu fühlen. Franziska Lengers und Bert Schulte kennen die Familie bereits und begrüßen sie am Donnerstagvormittag herzlich zum ersten Treffpunkt für Flüchtlinge und ehrenamtliche Begleiter. Ein wenig später gesellt sich noch Norbert Preckel zu der kleinen Runde. Der Laerer Bürger möchte sich in die Flüchtlingshilfe einbringen und sucht nach ersten Kontakten und möglichen Ansatzpunkten.

„Wir wollen hier Flüchtlinge und Helfer in lockerer Runde zusammenbringen“, erklärt Franziska Lengers, die Intention dieser Begegnung. Die Sozialarbeiterin ist schon länger in der Betreuungsarbeit von Migranten aktiv. Das gilt auch für ihren Kollegen Bert Schulte, dem das Projekt „Bunte Liga“ besonders am Herzen liegt. Dabei versuchen alle Beteiligten mit Sport Brücken zwischen den ausländischen und einheimischen Mitbürgern zu bauen.

Froh sind die beiden Gastgeber darüber, dass ihnen der Dorfmarketingverein einen Teil seiner Räumlichkeiten für diese Zusammenkunft zur Verfügung gestellt hat. „Im Rathaus wirkt es schnell so offiziell, außerdem ist der Ratssaal recht groß“, zeigt sich die Initiatorin erleichtert, dass sich die wenigen Besucher nicht in einem riesigen Raum verlieren. Durch eine Trennwand sichtlich abgeschirmt, können Dorfmarketingvereins-Geschäftsführer Gerrit Thiemann und sein Mitarbeiter Björn Schmalenstrot unge­stört weiterarbeiten, während in der Besuchsrunde geplaudert wird.

Dabei kommen Probleme zur Sprache, die die Flüchtlinge vor Ort haben oder die es mit deren Betreuung gibt. „Im Winter ist es schwieriger als im Sommer, wenn alles offener ist und sich mehr draußen abspielt“, gibt Bert Schulte zu bedenken, dass die Langeweile für die Kriegsflüchtlinge ein ganz großes Problem ist. Hinzu komme die Ungewissheit über ihr Schicksal, die die Leute zermürbe, weiß Franziska Lengers aus zahlreichen Gesprächen, dass viele darauf warten, ihren Asylantrag endlich stellen zu können. „Viele wollen gerne in Laer bleiben“, schildert die Sozialarbeiterin ihren persönlichen Eindruck. Sie hofft, dass beim nächsten Treff mehr Besucher kommen. So könne man noch zahlreiche ehrenamtliche Helfer gebrauchen, um weitere Projekte gemeinsam mit den Flüchtlingen zu entwickeln.

Der erste Treffpunkt war ein Anfang für lockere Zusammenkünfte und ein Meilenstein in der gesamten Flüchtlingsarbeit, die bereits aus zahlreichen Facetten besteht und immer weiter ausgebaut werden soll.

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