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Di., 12.01.2016

Abschied nach 38 Jahren Hinter Gemeindeamtmann Bernhard Rosing liegt eine bewegte Zeit in der Laerer Verwaltung

Nach 38 Jahren hat Bernhard Rosing die Laerer Gemeindeverwaltung verlassen. Inzwischen genießt der Gemeindeamtmann seinen Ruhestand.  

Nach 38 Jahren hat Bernhard Rosing die Laerer Gemeindeverwaltung verlassen. Inzwischen genießt der Gemeindeamtmann seinen Ruhestand.   Foto: abi

Laer - 

Mit Bernhard Rosing hat nach der Kulturbeauftragten Maria Hinnemann ein weiteres „Urgestein“ die Laerer Gemeindeverwaltung in den Ruhestand verlassen. Der langjährige Hauptamts- und Sozialamtsleiter hatte sein Büro 38 Jahre im Laerer Rathaus.

Von Sabine Niestert

An die neue Situation muss Bernhard Rosing sich noch gewöhnen. Immerhin ist der 63-Jährige seit 1970 tagtäglich ins Büro gegangen. Die meiste Zeit davon stand sein Schreibtisch in der Laerer Gemeindeverwaltung, die der Pensionär zum Ende des Jahres verlassen hat. „Ich habe immer gerne gearbeitet und war selten krank“, blickt der frisch gebackene Ruheständler auf seine Dienstzeit zurück.

Erst vor sechs Jahren konnte der Vater dreier erwachsener Kinder sein 40-jähriges Dienstjubiläum im Kreis seiner Kollegen feiern. Die werden ihm künftig fehlen. Andererseits hat der gebürtige Metelener nun mehr Zeit, die der ehemalige Hauptamts- und Sozialamtsleiter für Gartenarbeit und mehr Bewegung nutzen will.

Zunächst gilt es allerdings, sich neu zu sortieren. „Meine Frau Renate arbeitet noch“, will sich der Ehemann künftig mehr im Haushalt engagieren, um ihr den Rücken frei zu halten. Mit dem Kochen hat er es allerdings weniger. Vielmehr könnte er sich vorstellen, öfter einkaufen zu gehen.

Bewegte berufliche Jahre liegen hinter dem Gemeindeamtmann, der 1978 von Metelen zur Gemeinde Laer wechselte. Seinerzeit fanden die Ratssitzungen noch freitags abends in der Rats­schänke statt, erinnert sich der Beamte auf Lebenszeit, an die Bürgermeisterzeit von Josef Veltel. Ihren Sitz hatte die Gemeindeverwaltung damals im alten Rathaus an der Hohen Straße 22, bevor sie 1982 in das neue Gebäude an den Mühlenhoek umzog. „Zur Eröffnung war sogar der damalige Bundespräsident Professor Karl Cartens da“, erinnert sich Rosing an einen bewegenden Moment.

Unvergessen sind ihm auch die zahlreichen Trauungen, die er in über 20 Jahren als Standesbeamter vollzogen hat. Zwei Wahlperioden agierte er zudem als Personalratsvorsitzender. Spannend fand Rosing zudem die 25 Jahre, in denen er als Schriftführer im Rat saß. Dort konnte er so manche hitzige Debatte miterleben.

Heiß ging es manchmal auch her, wenn die Bürger sich beispielsweise über den Güllegestank in der Bauerschaft oder über die Nutzung des Bolzplatzes außerhalb der zugelassenen Zeiten ärgerten und ihre Beschwerden direkt loswerden wollten. „Ich bin oft privat angerufen worden“, erinnert sich Rosing an ein Kapitel, das jetzt endgültig beendet sein dürfte. Einen guten Draht hatte der Beamte stets zur katholischen Kirchengemeinde. So stand er 16 Jahre ehrenamtlich dem Pfarrgemeinderat vor. Eine Zeit, die er nicht missen möchte, und die er beendet hat, weil er jüngeren Kräften Platz machen wollte.

Viel Glück wünscht Rosing seinem Nachfolger Christian Wilde, der bisher beim Jobcenter des Kreises Warendorf in Drensteinfurt tätig war. Der gebürtige Mesumer hat seine Arbeit in der Laerer Gemeindeverwaltung bereits aufgenommen.

Die offizielle Abschiedsfeier ist für Mittwoch geplant. Damit muss die Verwaltung neben Maria Hinnemann auf ein weiteres „Urgestein“ des Hauses verzichten.

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