Fr., 15.01.2016

Witzig und spritzig Ein Streifzug durch die Amtsgeschichte

Laer - 

Launig und unterhaltsam ging es während der Abschiedsfeier von Maria Hinnemann und Bernhard Rosing im Alter Rathaus zu. Dabei hielten Dr. Hans-Jürgen Schimke und Reinhard Prosotowitz als ehemalige Weggefährten der Produktkoordinatoren die Festreden. Zur Unterhaltung trugen Talente aus den Reihen der Verwaltung bei. Zudem musizierten Volker Leiß und Hansi Waterkamp.

Von Sabine Niestert

Eines ist gewiss: Maria Hinnemann und Bernhard Rosing werden nicht nur den Bürgern, sondern auch ihren Kollegen in der örtlichen Gemeindeverwaltung fehlen. Das zeigte sich während der Abschiedsfeier der beiden „Urgesteine“ am Mittwochnachmittag im Rathaus. Dabei ging es recht launig und unterhaltsam zu, was hauptsächlich Maik ter Beek zu verdanken ist. So hatte der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters rechtzeitig bei Dr. Hans-Jürgen Schimke und Reinhard Prosotowitz angefragt, ob sie als Festredner für den „Abschied im Doppelpack“ zur Verfügung stehen. Die Zusagen des früheren Bürgermeisters und des ehemaligen Allgemeinen Bürgermeister-Vertreter führten dazu, dass die Hommage für die beiden „Dienstältesten“ zu einem spannenden Streifzug durch die Geschichte der Verwaltung wurde. Dieser dürfte nicht nur für den neuen Bürgermeister Peter Maier – er hatte die Festgemeinde als Hausherr begrüßt –, sondern gerade auch für die jüngeren Mitarbeiter informativ und spannend gewesen sein.

In Erinnerungen schwelgten hingegen die zu verabschiedenden und älteren Kollegen, die die Zeit im alten Rathaus an der Hohen Straße noch persönlich miterlebt hatten. Dass es dort nicht so komfortabel wie am Mühlenhoek war, schilderte Reinhard Prosotowitz sehr anschaulich, der seinen langjährigen Weggefährten „Bernhard“ als einen „ausgeglichenen Zeitgenossen“ beschrieb, der privat als guter Sänger und Tänzer geschätzt wird. Die Belegschaft würde sicherlich besonders sein „helles Lachen“ vermissen, das ihn als Mensch auszeichnet. Das wurde auch im selbst verfassten Gedicht von Matthias Fraune deutlich, der manche amüsante Begebenheit mit dem Gemeindeamtmann zum Besten gab.

Viele Lacher erntete der Autor auch für seinen langen Reim auf Maria Hinnemann. Dem „Töchterlein vom Rosenbaum“, das sich als 14-Jäjhrige die Ehre gegeben habe, in die Lehre aufs Amt zu gehen, wünschte Fraune auch im Namen der gesamten Belegschaft alles Gute für den Ruhestand.

„Lass dich nicht verführen“, warnte Hans-Jürgen Schimke „seine“ frühere Sekretärin, die er als „Seele des Hauses“ beschrieb, zu viele Pöstchen und Aufgaben zu übernehmen. Dem Freundeskreis für Partnerschaften habe „Maria“ ja bereits nachgegeben, hatte der Festredner die Pläne der 63-Jährigen aufmerksam im Blick.

An Maria Hinnemann habe er besonders ihren „Charme und Takt im Wesen“, ihre Loyalität und ihre Zuverlässigkeit geschätzt. In seiner zehnjährigen Zeit als Bürgermeister sei ihr kein böses Wort über die Lippen gekommen, obwohl sie vermutlich Zeugin vieler Mecker- und Beschwerde-Tiraden gewesen sei.

„Sie hat es brillant gemacht“, lobte Schimke das fast 50-jährige Wirken der Verwaltungsfachwirtin, deren Aufstieg zur Produktkoordinatorin ihren beruflichen Werdegang gekrönt habe. Ohne ihren Mann Jürgen Fuchs sei das aber alles nicht möglich gewesen, wusste Schimke um die Bedeutung des „stilleren Parts“ in der Ehegemeinschaft.

Überwältigt von den Lobesreden und Darbietungen ihrer Kollegen zeigten sich die Geehrten. Ihren besonderen Dank richtete die erfolgreiche Kulturbeauftragte an die Mitarbeiter des Bauhofes, die sie sicherlich oftmals mit ihren Sonderwünschen zum Bühnenaufbau und zur Bestuhlung bei Konzerten und anderen Auf­führungen „genervt“ habe.

Dass es in seiner langen Amtszeit „Höhen und Tiefen“ gegeben habe, räumte Bernhard Rosing ein, der sich noch gut an die Zeit mit den Flüchtlingen aus dem Balkan erinnerte, die seinerzeit zentral an der Sportallee untergebracht waren. „Der Druck nimmt zu“, bilanzierte der Gemeindeamtmann, dass es abermals Migranten zu versorgen und zu betreuen gelte. Dass er vor diesem Hintergrund freiwillig drei Monate an seine Dienstzeit drangehängt habe, rechnete Maik ter Beek dem Kollegen hoch an.

Für die gute Zusammenarbeit dankten auch die stellvertretenden Bürgermeister, Gerrit Thiemann und Margarete Müller, den Jubilaren.

Geschenke gab es auch von der Belegschaft, unter der sich gleich mehrere künstlerische Talente befinden, wie nicht nur die Gedichte von Matthias Fraune, sondern auch die Gesangeinlagen von Ines Schulte-Austum bewiesen.

Zudem trugen Volker Leiß und Hansi Waterkamp zum Gelingen des Nachmittags bei, der mit einer Einladung zum Büfett endete. So brachte das bekannte Duo vier Stücke zu Gehör.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

flohmarkt.ms Anzeigen

Schnäppchen und Angebote aus Ihrer Umgebung

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3738409?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F174%2F