So., 17.01.2016

Situation auf dem Friedhof beschäftigt die Politik Es geht nicht nur um die Optik

Verbesserungswürdig sind die Zustände auf dem kommunalen Friedhof in Laer. Ein Arbeitskreis wird sich jetzt mit der Materie befassen.

Verbesserungswürdig sind die Zustände auf dem kommunalen Friedhof in Laer. Ein Arbeitskreis wird sich jetzt mit der Materie befassen. Foto: Sabine Niestert

Laer - 

Zugewachsene Grabstellen, Unkraut auf den Wegen, Stolperfallen durch verschobene Gehwegplatten – der kommunale Friedhof ist in einem beklagenswerten Zustand. Auf Antrag der SPD befasste sich der Haupt- und Finanzausschuss während seiner jüngsten Sitzung mit der Situation auf dem Friedhof.

Von Regina Schmidt

„Nicht nur das äußere Erscheinungsbild und die Unfallgefahren, sondern auch die nicht nachvollziehbare Belegung der freien Flächen lassen ein Konzept vermissen“, stellte Norbert Rikels fest, der die Bildung eines Arbeitskreises zur Entwicklung eines tragfähigen Konzeptes forderte. Dem Gremium sollen Vertreter der Kirchengemeinden, der Politik, der Verwaltung sowie interessierte Bürger angehören. „Durch den Arbeitskreis beziehen wir die Bevölkerung in die Planung ein, und es ist auch kostengünstiger als die Beauftragung eines Planungsbüros“, so Rikels.

Der SPD-Antrag fand grundsätzliche Zustimmung. „Wir alle wissen, dass am Friedhof dringend etwas getan werden muss“, betonte Elke Schuchtmann-Fehmer (Grüne). Allerdings sei ehrenamtliche Arbeit dort nicht ausreichend und schwer umsetzbar: „Es geht eben nicht nur darum, ein paar Wege glatt zu ziehen.“ Bevor ein Arbeitskreis Maßnahmen plane, „muss der Rat eine Finanzentscheidung treffen, denn sonst nutzt auch ein runder Tisch nichts“, so die Grüne. Sie plädierte dafür, bei der Aufstellung eines zukunftsweisenden Konzeptes für den Friedhof neuen Bestattungsformen und dem Wandel in der Friedhofskultur Rechnung zu tragen.

Die SPD sieht in der Finanzierung erster Maßnahmen für den Friedhof kein Problem: „Dafür stehen im Gemeindehaushalt sogar noch 17 000 Euro zur Verfügung“, so Rikels. Das wollte Kämmerer Markus van der Zee allerdings so nicht bestätigen. Auch die Christdemokraten sprachen sich klar für eine Beteiligung der Bürgerschaft sowie der Kirchengemeinden aus. „Wir wollen zunächst die Gründung eines Arbeitskreises für ein neues Friedhofskonzept beschließen, fasste Margarete Müller zusammen. Der Ausschuss votierte für den Vorschlag der SPD und beauftragte Bürgermeister Peter Maier, zu einem Arbeitskreis einzuladen.

Nicht durchsetzen konnten sich die Sozialdemokraten mit dem zweiten Teil ihres Antrages, der Forderung nach Verbesserungen an der Friedhofskapelle: Verlegung von Elektroleitungen zur Anbringung von Heizstrahlern, Sanierung der Fenster und Anstrich der Kapelle, Planung eines Ausganges im vorderen rechten Bereich durch den Vorbereitungsraum. Das Fachgremium kam überein, vor dem Beschluss konkreter Maßnahmen zunächst die Vorschläge des Arbeitskreises abzuwarten.

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