Mo., 18.01.2016

Neujahrsempfang der Pfarrgemeinde „Diese Hilfe ist wichtiger denn je“

Allen, die im Caritas-Lädc hen an der Pohlstraße helfen, überreichten Pfarrer Andreas Ullrich (l.) und Pfarreirats-Vorsitzender Markus Lammers (r.) jeweils eine Rose als Dankeschön.  

Allen, die im Caritas-Lädc hen an der Pohlstraße helfen, überreichten Pfarrer Andreas Ullrich (l.) und Pfarreirats-Vorsitzender Markus Lammers (r.) jeweils eine Rose als Dankeschön.   Foto: Sabine Niestert

Laer - 

Den Neujahrsempfang der Kirchengemeinde Hl. Brüder Ewaldi nutzten

Von Sabine Niestert

Nicht nur die politische, sondern auch die kirchliche Gemeinde hat längst erkannt, dass sie ohne ihre ehrenamtlichen Helfer aufgeschmissen wäre. Besonders in der Flüchtlingshilfe ginge es ohne das freiwillige Engagement vor Ort nicht. Und weil das so ist, nutzten die Verantwortlichen der Pfarrgemeinde Hl. Brüder Ewaldi ihren Neujahrsempfang am Sonntag im Pfarrheim, um jenen Helferinnen (die Frauen befinden sich eindeutig in der Mehrzahl) und Helfern zu danken, die sich im Caritas-Lädchen an der Pohlstraße nützlich machen.

Ob Kleidung entgegennehmen, ein- oder aussortieren, ansprechend dekorieren oder die Besucher beraten, auf rund 30 Kräfte kann der Caritas-Ausschuss unter der Regie von Marianne Holstein während der beiden wöchentlichen Öffnungstermine und darüber hinaus bauen. Dafür dankten Pfarrer Andreas Ullrich und Pfarreirats-Vorsitzender Markus Lammers dem fleißigen Team mit einer roten Rose.

Zudem sollen sie wie alle anderen Helfer in der Diözese, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren, mit dem Dialogpreis des Bistums Münster und „Kirche+Leben“ ausgezeichnet werden. So erhalten sie den Aufkleber mit der Aufschrift „Ich helfe Flüchtlingen“. Dieser ist zugleich auch ein Bekenntnis in der Öffentlichkeit, dass man sich zum Wohl der Menschen einsetzt, die vor den Kriegen in ihrer Heimat geflohen sind.

„Diese Hilfe ist wichtiger denn je“, betonte Pfarrer Ullrich angesichts der Tatsache, dass die Solidarität inzwischen mancherorts bröckele. Neben der Danksagung nutzte der Geistliche auch die gute Gelegenheit, eine kurze Bilanz seiner viermonatigen Zeit als Seelsorger von Laer, Holthnausen und der Beerlage zu ziehen. So könne er viele der Menschen, mit denen er in der Gemeinde zu tun habe, inzwischen mit Namen anreden. Mit dem Weihnachtsfest sei die erste Hürde genommen. Nun folgten Ostern, die Erstkommunion und die Schützenfeste, richtet der Pfarrer einen Blick in die nahe Zukunft.

Eine genaue Aussage, wann der Turm der Bartholomäuskirche endlich abgerüstet würde und die Baustelle verschwinde, wollte der Pfarrer lieber nicht treffen. So hätte er schon einmal daneben gelegen, als er glaubte, der Gerüstabbau erfolge noch vor Weihnachten.

„Es wird nicht langweilig“, versicherte der ehemalige Militärseelsorger den Besuchern, das für das neue Jahr einiges auf der Agenda stehe. Gemeinsam mit der Gemeinde und dem Seelsorgeteam wolle er das angehen.

Dass der Wechsel von Pastor Johannes Gospos zu Andreas Ullrich recht glatt über die Bühne gegangen sei, meinte der Pfarreiratsvorsitzende. So hätte man lediglich den Sommer überbrücken müssen, bis der Nachfolger gekommen sei.

„Es hätte uns auch härter treffen können“, beurteilte Markus Lammers die Zeit der Vakanz an der Spitze der Kirchengemeinde. So wurde Pfarrer Gospos am 21. Juni 2015 verabschiedet und Pfarrer Andreas Ullrich am 30. August 2015 während eines feierlichen Gottesdienstes durch den Pfarrverwalter und Dechant Ulrich Schulte Eistrup in seine neuen Aufgaben eingeführt. Dabei kann sich Pfarrer Ullrich auf die Unterstützung von Pater Abraham aus Indien verlassen, der im März 2013 nach Deutschbland gekommen ist. Verzichten muss das Seelsorgeteam künftig auf Prof. Dr. Adel Theodor Khoury, der aus gesundheitlichen Gründen keine Gottesdienste mehr mit der Gemeinde feiern kann. In Abwesenheit dankten die Gastgeber ihm für seine Unterstützung und warben darum, das Projekt namens „Die Liebe“ im Libanon zu unterstützen. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von sieben Frauen, die die staatliche Anerkennung als Ordensgemeinschaft erhalten haben und als solche helfen wollen.

„Ohne Ihre Unterstützung könnte das gar nicht alles stattfinden“, dankten der Pfarrer und der Pfarreirats-Vorsitzende der Haushälterin von Prof. Khoury, Christa Gebauer, mit einer Rose.

Dem offiziellen Teil schloss sich ein gemütlicher an. Dabei konnten sich die Besucher am Fingerfood-Büfett stärken, dessen Speisen viele Mitglieder der Pfarrgemeinde mitgebracht hatten.

Für die musikalische Unterhaltung der Runde sorgte der Chor „Laer Capella“, der unter der Regie von Arndt Winkelmann einige Lieder anstimmte.

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