Do., 28.01.2016

Dorfentwicklung Wie soll Laer sich auf Dauer entwickeln?

Laer - 

Die Frage, wie man das Ewaldidorf für die Zukunft fit machen kann, beschäftige am Mittwochabend den Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Dorfentwicklung, Tourismus und Marketing. Bürgermeister Peter Maier kündigte an, demnächst

Von Regina Schmidt

„Wir wollen doch alle das Gleiche: Laer soll nach vorne kommen“, stellte Vorsitzender Norbert Rikels im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Dorfentwicklung, Tourismus und Marketing am Mittwochabend fest. Doch, auf welche Weise das Dorf fit für die Zukunft gemacht werden soll, ist noch zu klären. Einigkeit herrscht aber darüber, dass die Dorfentwicklung kein von Ausschüssen und Rat verordneter Prozess sein soll, sondern von den Bürgern von Anfang an mit getragen werden muss.

„Ich werde im April zu einer Bürgerversammlung zur Dorfentwicklung einladen“, kündigte Bürgermeister Peter Maier an. Dabei sollen verschiedene Arbeitskreise vorgestellt werden. „Dann können sich die Bürger je nach Interesse einbringen“, hofft Peter Maier auf große Resonanz aus der Bevölkerung.

Elke Schuchtmann-Fehmer (Grüne) erinnerte daran, dass ihre Fraktion bereits vor drei Jahren die Gründung von Arbeitskreisen beziehungsweise Workshops zur Dorfentwicklung beantragt hat: „Es ist ja schön, dass sich jetzt endlich was bewegt, aber wir müssen uns zunächst über die Themen klar werden und brauchen gezielte Programme für die Arbeitskreise.“ Außerdem sei eine „professionelle, unabhängige Begleitung und Moderation“ ratsam, damit die Arbeitskreise nicht zu „Plauderrunden“ ohne Ergebnisse werden. Eine Idee, wie externe Fachleute zur Begleitung und Koordination des Dorfentwicklungsprozesses finanziert werden können, hatte Schuchtmann-Fehmer auch: „Da gibt es Möglichkeiten über das Leader-Projekt zur Entwicklung des ländlichen Raums.“

Annegret Mesenbrock (SPD) befürchtet weitere Zeitverzögerungen, wenn erst noch Förderanträge gestellt werden müssen und glaubt, dass „die Verwaltung in der Lage ist, Arbeitskreise kompetent zu begleiten“.

Als Kompromiss schlug der Bürgermeister vor, sich zu erkundigen „wo geeignete Referenten oder Moderatoren ohne Kostenaufwand abrufbar sind“. Eventuell könne ja auch der Kreis Experten zur Verfügung stellen. „Neutralität wäre in der Leitung der Arbeitskreise sicher positiv, denn dann kann leichter ein Konsens gefunden werden“, so Maier.

Eine zu enge Eingrenzung der Themen für die Arbeitskreise lehnte Ausschussvorsitzender Norbert Rikels ab: „Wir haben uns ja nach langen Diskussionen im Vorfeld schon auf sieben große Bereiche geeinigt. Jetzt sollten wir zunächst abwarten, welche Interessen die Bürger anmelden“.

Folgende Bereiche sollen in den Arbeitskreisen behandelt werden: Entwicklung der dörflichen Infrastruktur; Erschließung neuer Wohnbaugebiete; Entwicklung des Industrie- und Gewerbegebietes; Gemeindefinanzen; Klimaschutz und Energie; Integration ausländischer Mitbürger; Einsatz im Ehrenamt.

Zur weiteren Planung der Arbeitskreise zur Dorfentwicklung soll im März eine interfraktionelle Runde tagen.

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