Fr., 29.01.2016

„Wunderland“ umgezogen „Wunderland“ wieder am Ursprungsort

Laer - 

Nicht in den Keller, sondern an ihren Ursprungsort ist die Kindergruppe „Wunderland“ zurückgekehrt. Die Mitarbeiterinnen, aber auch die Eltern der privaten Initiative sind erleichtert, dass sie nicht in die Räume ohne Tageslicht mussten. Der Umzug wurde erforderlich, weil die Gemeinde einen Flügel der

Von Sabine Niestert

„In den Keller wären wir nicht gegangen“, graust es Leiterin Marita Efker noch immer bei der Vorstellung, mit den Kindern in die Räume ohne Tageslicht umziehen zu müssen. Doch zum Glück konnte eine andere Lösung gefunden werden, und die private Kindergruppe „Wunderland“ ist im Anbau der ehemaligen Volksschule gelandet, in der sie bereits vor 16 Jahren ihre Arbeit aufgenommen hat.

„Es ist sogar schöner, als in den Räumen, in denen wir vorher waren“, freut sich die Gruppenleiterin darüber, dass der neue Standort heller und geräumiger ist. „Die Kinder haben ihr neues Revier gleich in Beschlag genommen und fühlen sich hier pudelwohl“, ist die Erzieherin erleichtert, dass der Umzug glatt über die Bühne gegangen und inzwischen wieder Ruhe ins „Wunderland“ eingekehrt ist.

Schließlich bringt eine räumliche Veränderung immer viel Arbeit und Umstände mit sich. Doch jetzt ist das alles ausgestanden und Marita Efker und ihre Kolleginnen, Stephie Evels und Astrid Kösters (dabei handelt es sich um helfende Mütter), fühlen sich ebenso wie der Nachwuchs in ihrem neuen Domizil gut aufgehoben.

Nicht nur die Kindergruppe ist umgezogen, sondern auch der Jugendtreff, die Musikschule, „Musik Aktiv“, die VHS und die FBS. Sie mussten weichen, weil die Gemeinde einen Flügel des Altbaus für die mögliche Unterbringung von Flüchtlingen vorsorglich geräumt hat. Um alles zu klären, hatte Bürgermeister Peter Maier die betroffenen Nutzer Ende November 2015 zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen. Dabei hatte es zunächst geheißen, dass die „Wunderland“ zum Entsetzen der Betreuerinnen und Eltern in den Keller des anderen Flügels umziehen sollte. „Das wollten wir auf keinen Fall“, wehrten sich die Verantwortlichen der privaten Gruppe in Elterninitiative gegen diese Pläne.

Glücklicherweise hatte Ulrike Stockbrink von der Familienbildungsstätte Verständnis für der Unwillen der Betroffenen, in den Keller zu gehen. Sie bemühte sich um einen anderen Standort für die Angebote der FBS und fand ihn den Gemeinderäumen der evangelischen Kirchengemeinde an der Matthäuskirche. Deswegen konnte das „Wunderland“ in die Räume ziehen, die die Gemeindeverwaltung ursprünglich der FBS zugedacht hatte.

„Wir konnten uns alle irgendwie arrangieren“, ist Marita Efker erleichtert über die interne Einigung aller Beteiligten. Ihren Raum teilt sich die Kindergruppe nun mit der Musikschule und „Musik Aktiv“, deren Hauptraum sich nebenan befindet. „Das klappt ganz gut“, berichtet die Gruppenleiterin.

Im Keller seien jetzt die Trommler gelandet, die sich einmal die Woche für zirka eine Stunde dort träfen, was zumutbar erscheine. Zudem gäbe es dort einen Sprachkursus.

Den Umzug haben die Betreuerinnen gemeinsam mit den Eltern kurz nach Weihnachten gestemmt. So trugen sie die Möbel ins neue Domizil. „Das, was nicht mehr hierein passte, durften wir auf dem Dachboden stellen“, zeigt sich Marita dankbar, dass die Kommune der Gruppe schon seit der Zeit ihres Bestehens Obdach gewährt hat. Auf dieses ist die Elterninitiative auch angewiesen, will sie weiter bestehen. Wichtig ist natürlich auch, dass immer wieder genügend viele Kinder für die Gruppe angemeldet werden. „Mehr als zehn Kinder dürfen wir allerdings nicht aufnehmen“, nennt die Gruppenleiterin eine Auflage des Jugendamtes.

Willkommen sind Mädchen und Jungen im Alter von zwei bis drei Jahren. „Früher mussten die Kinder drei Jahre alt sein“, erinnert sich Efker an die Anfänge. Seinerzeit hätte man die Mädchen und Jungen aufgenommen, die in den Kindergärten keinen Platz mehr bekommen konnten. Da diese Einrichtungen sich inzwischen auch für unter Dreijährige geöffnet haben, steht nicht immer fest, ob es nach den Sommerferien eine neue Wunderland-Gruppe gibt. Doch bisher sei diese immer zustande gekommen, freut sich das Trio über den Zulauf und hofft, dass das so bleibt.

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