Di., 15.03.2016

Flüchtlingsbetreuung in Laer „Sie sind sehr gut aufgestellt“

Liesa Geldbach,

Liesa Geldbach, Foto: sun

Laer - 

Damit die zahlreichen Helfer und alle, die sich in der Flüchtlingshilfe in Laer engagieren, nicht nebeneinander herarbeiten, gibt es seit kurzem Liesa Geldbach, die den Einsatz aller Ehrenamtlichen koordiniert. Die Sozialpädagogin aus Münster stelle sich während einer Sitzung am Montag dem Arbeitskreis „Aus Fremden werden Nachbarn“ vor.

Von Anke Sundermeier

Fast ein Jahr ist es her, dass zur ersten Arbeitskreissitzung „Aus Fremden werden Nachbarn“ ins örtliche Pfarrzentrum eingeladen wurde. In der Zwischenzeit entstanden viele Einzel- und Gruppenaktionen, um die in Laer lebenden Flüchtlinge im Rahmen einer gelebten Willkommenskultur zu unterstützen. Nunmehr lud die Gemeinde Laer aufgrund der Einstellung der Sozialpädagogin Liesa Geldbach als Koordinatorin der Flüchtlingshilfe erneut alle Aktiven ein.

„Ziel der heutigen Veranstaltung ist es, einmal zusammenzufassen, was bereits auf die Beine gestellt worden ist und das mittels eines Schaubilds zu visualisieren. Hören, wo Sie der Schuh drückt und gemeinsam mit Ihnen zu überlegen, wie es weiter vorangehen kann“, erklärte der stellvertretende Bürgermeister, Gerrit Thiemann. Dazu stellte Fachbereichsleiter Hans-Hermann Langkamp von der Gemeindeverwaltung die aktuelle Situation dar. Insgesamt leben derzeit 160 Flüchtlinge im Ewaldidorf.

„Ich freue mich, dass wir diese Menschen alle dezentral unterbringen konnten. Denn das ist die Schlüsselbasis zur Integration“, betonte der Verwaltungsmitarbeiter. Mit dem beschlossenen Bau einer Doppelhaushälfte im Baugebiet Hofstelle Lengers und dem Umbau von vier Klassenräumen in der Schule verfüge die Kommune über eine Unterbringungsreserve für 84 Personen.

Den 59 Anwesenden, zu denen auch Flüchtlinge zählten, stellte sich dann Liesa Geldbach aus Münster vor. Die neue Kraft wird sich als Koordinatorin mit einer halben Stelle zum einen als Schnittstelle zwischen den Aktiven und der Gemeindeverwaltung, aber auch zur Entlastung der Ehrenamtlichen in die Flüchtlingshilfe einbringen.

Ein Diagramm zeigte die Zusammenfassung der bereits bestehenden Unterstützung, die fünf fundamentalen Säulen zugeordnet werden konnte: Orga-Team, Unterstützung, Sport und Freizeit, Sprachkurse und Unterstützung der Gemeinde bei der Unterbringung. Auch eine ehrenamtliche Koordination dieser Säulen besteht bereits.

„Sie sind sehr gut aufgestellt, das zeigt der Überblick. Mir ist wichtig, dass ich Sie heute einmal alle kennenlerne und sehe, was Sie hier schon organisiert haben“, erklärte Liesa Geldbach. Das sei vor allem auch für eine Vernetzung der Gruppen wichtig. Primär in administrativen Bereichen wolle sie die Ehrenamtlichen entlasten und daher eng mit den vorhandenen Gruppen und der Verwaltung zusammenarbeiten. Aufgrund der Kürze des Abends bat die Sozialpädagogin die Versammelten, die auf den Tischen liegenden Karten auszufüllen. Dabei ging es um Fragen zu den Projekten, aber auch um Wünsche, Anregungen und Probleme.

Weiter gehen soll es dann nach der Auswertung. Für zusätzliche Fragen standen den Anwesenden am Montagabend Lena Dirksmeier vom Caritas für die Diözese Münster, Migrationsberaterin Ruth Veltrup sowie Annika Koke, Koordinatorin Caritas-Gemeinde Steinfurt, zur Verfügung.

Damit auch die anwesenden Flüchtlinge der Veranstaltung folgen konnten, übersetzte Wiam Abu-Tair das Gesagte spontan ins Arabische.

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