Di., 10.10.2017

Konzept präsentiert Marienhospital soll erhalten bleiben

Freuen sich, ein Konzept für die Nachnutzung des Marienhospitals und des Geländes präsentieren zu können (v.l.): Elke Spiegelberg von der Geschäftsführung des BHD-Pflege-Teams, Architektin Heike Bühning, Investor Rainer Feldmann, Pfarrer Andreas Ullrich, Birgit Bettmer vom Kuratorium, Hans-Georg Grube, Geschäftsführer des Betriebshilfsdienstes, sowie die Kuratoriumsmitglieder Hubert Lengers und Andreas Große Bockhorn. 

Freuen sich, ein Konzept für die Nachnutzung des Marienhospitals und des Geländes präsentieren zu können (v.l.): Elke Spiegelberg von der Geschäftsführung des BHD-Pflege-Teams, Architektin Heike Bühning, Investor Rainer Feldmann, Pfarrer Andreas Ullrich, Birgit Bettmer vom Kuratorium, Hans-Georg Grube, Geschäftsführer des Betriebshilfsdienstes, sowie die Kuratoriumsmitglieder Hubert Lengers und Andreas Große Bockhorn. 

Laer - 

Einen Entwurf für die Nachnutzung des Marienhospital samt des rund 3,4 Hektar großen Geländes in Laer hat das Kuratorium Stiftung Marienhospital gemeinsam mit dem Planbüro, den Betreibern und dem Investor während einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz im Pfarrzentrum vorgestellt. Die Verantwortlichen hätten lieber gewartet, bis das umfangreiche Projekt in trockenen Tüchern ist, doch sie befürchteten, dass ihr Vorhaben im Vorfeld „kaputtgeredet“ werden könnte.

Von Sabine Niestert

Weil schon im Vorfeld Informationen an die Öffentlichkeit gedrungen sind, hat das Kuratorium gestern Nachmittag die Pläne für das Marienhospital in Laer vorgestellt. Zu der kurzfristig einberufenen Pressekonferenz im Pfarrzentrum begrüßte Pfarrer Andreas Ullrich im Namen des Kuratoriums Stiftung Marienhospital alle an dem Projekt Beteiligten, bis auf die politische Gemeinde. Den im Rat vertretenen Parteien wurde bereits während nichtöffentlicher Sitzungen das Vorhaben vorgestellt. Von den Fraktionen habe es positive Rückmeldungen gegeben, hieß es in der Runde, die an die Öffentlichkeit ging, um „Irritationen“, „Fehlinformationen“ oder „Gerüchte“ über das sensible Thema zu vermeiden.

Dass die Laerer an „ihrem“ Krankenhaus hängen, machte Pfarrer Ullrich deutlich. So hätten diese einiges Geld für das ehemalige Hospital gespendet. Viele der älteren Bürger wären dort geboren oder operiert worden. Deswegen hätten die Verantwortlichen alles versucht, es zu erhalten. Weil die psychosomatische Abteilung das Gebäude bis zum Ende des Jahres verlasse, bedürfe es einer baldigen Nachnutzung. So solle das Gebäude nicht zu lange leerstehen und verkommen, meinte der Geistliche.

Mit seinen 56 Betten sei das Haus zu klein und zu unwirtschaftlich für ein Altenheim gewesen und auch andere Überlegungen, wie beispielsweise ein Ärztehaus, hätten sich als unrealistisch erwiesen. Deswegen habe man Kontakt mit dem Betriebshilfsdienst aufgenommen, der ein Konzept vorgelegt habe, das den Erhalt des Gebäudes vorsieht. Das Vorhaben entspräche auch dem Stiftungszweck. Die Aufsicht liege bei der bischöflichen Behörde in Münster, die den Verantwortlichen empfohlen habe, das Gebäude auf Erbpachtbasis abzugeben und nicht zu verkaufen.

„Es ist genau das, was Laer jetzt braucht“, betonte der Seelsorger hinsichtlich des demografischen Wandels, der Laer besonders hart trifft. So sei geplant, rund um das Marienhospital Wohnraum für Menschen in der dritten Lebenshälfte zu schaffen.

„Wir sind schon seit 50 Jahren im sozialen Bereich tätig“, begründete der Geschäftsführer des Betriebshilfsdienstes, Hans-Georg Guhle, die Motivation, vor Ort tätig zu werden. „Wir wollen dieses Filetstück an dieser markanten Stelle erhalten“, betonte er, dass das Gebäude energetisch auf den neuesten Stand gebracht würde. Zudem werde man am „wunderbaren Park festhalten, versprach die Geschäftsführerin des BHD-Pflege-Teams, Elke Spiegelberg. Für die älteren Menschen würde eine ambulante Wohngemeinschaft mit einer 24-Stunden-Unterbringung im Erdgeschoss eingerichtet. Zudem gäbe es eine Tagespflege mit 17 Plätzen, ein Pflegebüro und im ersten Obergeschoss eine zweite ambulante Wohngemeinschaft mit je zwölf Plätzen. Hinzu kämen 24 Wohnungen und im Umfeld zahlreiche Dienstleistungsanbieter, die das Gesamtpaket abrunden würden. Dabei solle alles sternförmig auf das Marienhospital zulaufen.

Dass sich die Bebauung der Optik von Laer anpassen soll, erklärte Architektin Heike Bühning vom gleichnamigen Architekturbüro. So sei die Bebauung vor Ort nicht „cool“, sondern eher traditionell. „Wir werden aufnehmen, was da ist“, kündigte die Planerin an, die versprach, dass der Grünbestand erhalten bleibt.

„Das ist ein erster Entwurf, über die Details müssen wir noch verhandeln“, verdeutlichte Pfarrer Ullrich. So sei jetzt die politische Gemeinde am Zug, die einen Bebauungsplan für das Gebiet mit Sondernutzung aufstellen müsse. Zudem gelte es, einen städtebaulichen Vertrag abzuschließen. Alles andere sei Sache des Kuratoriums stellte der Geistliche unmissverständlich klar. dass dieses dann am Drücker sei. Bis der Bagger anrücke, werde es aber noch einige Zeit dauern, machte der Seelsorger klar, dass Geduld gefordert sei. Zudem müsse die Stiftungsaufsicht in Münster grünes Licht geben.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

karriere.ms Anzeigen

Ihr Jobportal für unbefristete und befristete Stellenangebote aus dem Münsterland

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5213606?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F174%2F