Mi., 11.10.2017

Reaktion der kirchlichen Mitglieder „Verwundert und enttäuscht“

Marion Rikels 

Marion Rikels 

Laer - 

Verwundert und enttäuscht“ über das Verhalten und Vorgehen des Vorsitzenden des Kuratoriums der Stiftung Marienhospital, Pfarrer Andreas Ullrich, zeigten sich am Dienstag Laers Bürgermeister Peter Maier, Marion Rikels und Norbert Rikels im Gespräch mit dieser Zeitung. Die drei gehören als politische Mitglieder dem Gremium an. Als solche kritisieren sie, dass der Vorsitzende „ohne Legitimation“ aller Mitglieder am Montag die Pressekonferenz im Pfarrzentrum abgehalten hat (wir berichteten). Zudem seien sie nicht alle über den Termin informiert worden. .

Von Sabine Niestert

„Verwundert und enttäuscht“ über das Verhalten und Vorgehen des Vorsitzenden des Kuratoriums der Stiftung Marienhospital, Pfarrer Andreas Ullrich, zeigten sich gestern Laers Bürgermeister Peter Maier, Marion Rikels und Norbert Rikels im Gespräch mit dieser Zeitung. Die drei gehören als politische Mitglieder dem Gremium an. Als solche kritisieren sie, dass der Vorsitzende „ohne Legitimation“ aller Mitglieder am Montag die Pressekonferenz im Pfarrzentrum abgehalten hat (wir berichteten). Zudem seien sie nicht alle über den Termin informiert worden. Deshalb sei es auch nicht verwunderlich, dass seitens der Politik kein Vertreter dabei war.

„Es gab keinen Beschluss darüber, an die Öffentlichkeit zu gehen“, erklärte Marion Rikels, dass über die weitere Vorgehensweise im Kuratorium nicht gesprochen worden sei. Hinzu komme, dass ein Vertreter aus der Kirchengemeinde im Vorstand des möglichen Betreibers, dem Betriebshilfsdienst (BHD), sei, was eine Befangenheit bei den Beratungen und Entscheidungen auslöse.

Wie die drei politischen Mitglieder weiter erklären, befände sich das Kuratorium seit einigen Monaten in Verhandlungen mit möglichen Betreibern zur Weiterführung des Krankenhauses. Den Erhalt des Objektes hätten die politischen Vertreter vorangetrieben. Hingegen habe der Vorsitzende zu Anfang einen Komplettverkauf des Gebäudes sowie des gesamten Areals bevorzugt.

„Wir haben monatelang darauf hingewirkt, dass ein möglicher monetärer Vorteil bei der Stiftung oder bei der Gemeinde Laer verbleiben muss, damit alle Bürger, die seinerzeit erhebliche finanzielle Mittel zum Krankenhausbau beigesteuert haben, davon partizipieren können“, betont Norbert Rikels. Das Ansinnen der kirchlichen Seite, hier einem Fremdinvestor aus einer anderen Kommune den Zuschlag zu geben, haben und würden sie nicht unterstützen. Einig sei man sich darüber, dass der BHD als Mieter und Betreiber das Krankenhaus mit seinem Konzept der Betreuung älterer Menschen übernehmen sollte.

„Wir werden in der Ratssitzung am 18. Oktober öffentlich den genauen Ablauf über die Beratung darstellen, um etwaige Missverständnisse oder Fehlinformationen auszuräumen“, kündigen die politischen Mitglieder an, die damit auch das Ziel verfolgen, dass „alle Mitglieder im Kuratorium zur sachlichen Arbeit zurückkehren“.

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