Fr., 24.11.2017

Schwere Entscheidung Hospizgruppe hat sich aufgelöst

Über die neuen Bänke freuen sich die Kirchenvorstandsmitglieder Daniel Stegemann (l.) und Johannes Eißing (3.v.r.) sowie Pfarrer Andreas Ullrich (r.). Im Beisein des Ortsgruppenmitglieds Brigitte Medding (l.) und Gruppensprecherin Mechthild Mensing (2.v.r.) probierte Martha Aldenhövel die neue Sitzgelegenheit auf dem Friedhof sofort aus.

Über die neuen Bänke freuen sich die Kirchenvorstandsmitglieder Daniel Stegemann (l.) und Johannes Eißing (3.v.r.) sowie Pfarrer Andreas Ullrich (r.). Im Beisein des Ortsgruppenmitglieds Brigitte Medding (l.) und Gruppensprecherin Mechthild Mensing (2.v.r.) probierte Martha Aldenhövel die neue Sitzgelegenheit auf dem Friedhof sofort aus. Foto: nn

Laer-Holthausen - 

Weil sie alle berufstätig sind und die zeitliche Belastung zu hoch ist, haben sich die sieben aktiven Frauen der Hospizgruppe Beerlage-Holthausen-Laer schweren Herzens dazu entschlossen, ihren Verein nach sechs Jahren aufzulösen und sich vom Dachverband zu trennen. „Alle Gelder, die im Laufe der Jahre von Vereinen und Bürgern gespendet worden sind, konnten für die Orte Beerlage-Holthausen-Laer angelegt werden“, erklärt die Gruppe.

Die Auf­lösung der Hospizgruppe Beer­lage-Holthausen-Laer, die seit sechs Jahren besteht, war für die sieben aktiven Frauen eine schwere Entscheidung. Diese hatten sich für die Begleitung am Lebensende in Nachbarschaften und in den beiden Gemeinden eingesetzt. Dafür hatte die Gruppe einen Verein gegründet und sich dem Dachverband Omega „Mit dem Sterben leben“ angeschlossen. Aus diesem hat sie sich jetzt wieder verabschiedet.

„Wir sind alle berufstätig und können im Sinne einer Hospizgruppe nicht das nötige Engagement aufbringen, die die Arbeit in einem großen Verband erfordert“, begründen die Frauen in einer Pressemitteilung ihren Schritt, sich vom Verein Omega zu trennen. „Alle Gelder, die im Laufe der Jahre von Vereinen und Bürgern gespendet worden sind, konnten für die Orte Beerlage-Holthausen-Laer angelegt werden“, heißt es dort weiter.

Am 11. November fand eine Spendenübergabe an die Kirchengemeinde Hl. Brüder Ewaldi für den Friedhof in Holthausen statt. So sind zwei Bänke angeschafft worden, die Angehörige, Nachbarn und Freunde dazu einladen, auf dem Friedhof zu verweilen.

„Es tut gut, Zeit zu finden, auszuruhen und sich zu erinnern, an Menschen, die man gern hatte. Der Friedhof ist ein Ort der Trauer, aber auch der Begegnung mit Menschen, die in ähnlichen Lebenssituationen Trost und Gespräche suchen“, erklärt die Gruppe, die sich freut, durch die Spende, einen Beitrag für das lebendige Miteinander beizusteuern.

Darüber hinaus hatte die Gruppe kürzlich Mechthild Schroeter Rupieper, Leiterin des Trauerinstituts La Via in Gelsenkirchen zu einer Lesung ins Pfarrhaus Holthausen, eingeladen. Bereits 2016 war die Autorin für einen Gesprächsabend über Trauer und Begegnung mit Trauernden in Holthausen zu Gast. Für beide Veranstaltungen konnte dem Förderverein ihres Instituts eine Spende von 600 Euro überreicht werden.

Die Besucherin erzählte berührend und anschaulich aus ihrem neusten Buch „Geschichten, die das Leben erzählt, weil der Tod sie geschrieben hat“. Es ist ein Werk, das auf Begegnungen ihrer 25-jährigen Erfahrung in der Trauerbegleitung basiert.

Im Anschluss stand Mechthild Schroeter Rupieper für persönliche Gespräche zur Verfügung.

Mit diesen beiden Veranstaltungen wollen sich Mechthild Mensing, die die Geschicke der Gruppe verantwortlich leitete, Mechthild Kösters, Karin Mersmann, Kristin Lambers, Heike Hölscher-Seidel, Brigitte Medding und Margret Jiresch verabschieden. „Wir bleiben auf jeden Fall ansprechbar und offen für das Thema Trauer und Begleitung“, kündigen die Frauen an.

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