Hürde genommen
Weg für die Umnutzung ist frei

Laer -

Nachdem der Gemeinderat in einer nichtöffentlichen Sitzung mehrheitlich beschlossen hat, das Marienhospital nicht zu übernehmen, ist der Weg für das Kuratorium der Stiftung als Eigentümer für Verhandlungen mit dem BHD (Betriebshilfsdienst und Maschinenring Steinfurt-Bentheim) und seinem Investor, der Firma Feldmann aus Gescher frei. Der Kommune war die Möglichkeit eingeräumt worden, bis Anfang Dezember ein eigenes Konzept zur Nutzung und Umgestaltung des Areals und der Gebäude vorzulegen, was sie nicht getan hat.

Freitag, 08.12.2017, 19:12 Uhr

Die Verhandlungen über die Umnutzung des Marienhospitals mit dem gesamten Areal können jetzt konkret weitergeführt werden. So hat der Gemeinderat mehrheitlich beschlossen, sich nicht in das Projekt einzubringen.
Die Verhandlungen über die Umnutzung des Marienhospitals mit dem gesamten Areal können jetzt konkret weitergeführt werden. So hat der Gemeinderat mehrheitlich beschlossen, sich nicht in das Projekt einzubringen. Foto: Sabine Niestert

Nachdem die Gemeinde Laer in einer nichtöffentlichen Sitzung des Rates mehrheitlich beschlossen hat, das Marienhospital nicht zu übernehmen, ist der Weg für das Kuratorium der Stiftung als Eigentümer für Verhandlungen mit dem BHD (Betriebshilfsdienst und Maschinenring Steinfurt-Bentheim) und seinem Investor, der Firma Feldmann aus Gescher frei.

Der Kommune war die Möglichkeit eingeräumt worden, bis Anfang Dezember ein eigenes Konzept zur Nutzung und Umgestaltung des Areals und der Gebäude vorzulegen, verbunden mit der Absicht, die Gebäude und die Flächen zu marktüblichen Erbbauzins zu pachten.

Bürgermeister Peter Maier bedauerte die Mehrheitsentscheidung des Rates. Über die Gründe wollte und konnte er sich wegen der gebotenen Verschwiegenheitspflicht nicht äußern. „Doch so lange noch nichts entschieden ist, ist die Tür nicht zu“, meint Maier.

In den Ratsfraktionen herrscht Einigkeit, dass dies der richtige Weg ist, das Marienhospital als Einrichtung weiter an Laer zu binden. „Die Vorschläge des Kuratoriums haben uns überzeugt“, betont Elke Schuchtmann-Fehmer (Grüne). „Mögliche kleine Detailveränderungen könnten zudem im abzuschließenden städtebaulichen Vertrag noch geregelt werden.“

Auch der CDU-Vorsitzende Peter Majer sieht dies positiv. „Das Kuratorium unter Führung von Pfarrer Andreas Ullrich weiß, was gehen kann und was gehen muss, auch zum Wohle der Gemeinde.“

Dr. Reinhardt Nippert (UBG) war von Anfang an überzeugt, dass der jetzt gefundene Weg der richtige ist. Er sei schlüssig und für alle Seiten nachvollziehbar.

Norbert Rikels (SPD) hält die Lösung ebenfalls für überzeugend. Daher sei der Mehrheitsbeschluss des Rates nur folgerichtig gewesen.

„Viele Dinge können und dürfen bei so einem komplexen Vorgang nicht öffentlich diskutiert werden“, sagt Pfarrer Ullrich, der froh ist, dass jetzt Klarheit herrscht. „Zudem haben wir durch die Verlängerung des Mietvertrages mit dem UKM bis zum 31. Mai 2018 Zeit gewonnen, die richtige Pflöcke zu setzen.

Wie bereits in der Pressekonferenz Anfang Oktober bekanntgegeben (wir berichteten), soll das Gebäude dem BHD auf Erbpachtbasis zur Nutzung überlassen werden. Es soll energetisch auf den aktuellen Stand gebracht werden. Angedacht ist eine ambulante Wohngemeinschaft für ältere Menschen mit einer 24-Stundenbetreuung im Erdgeschoss. Auch eine Tagespflege (17 Plätze) und eine ambulante Wohngemeinschaft für zwölf Personen im Obergeschoss soll eingerichtet werden. Hinzu kommen 24 Wohnungen und im Umfeld Dienstleister, die das Gesamtpaket abrunden.

Doch auch die Gemeinde ist weiter mit im Boot, wenn es um die Aufstellung des Bebauungsplanes für dieses Areal mit Sondernutzung geht. Außerdem wird es einen städtebaulichen Vertrag geben müssen.

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