Herzensangelegenheit
„Dringender Handlungsbedarf“

Laer -

Die „Kommunale Pflegeplanung“ in Laer liegt den Seniorenvertretern Manfred Voth und Johannes Kluck besonders am Herzen. Sie drängten die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Senioren, Heimat und Kultur während der jüngsten Sitzung, in dieser Angelegenheit, aktiv zu werden, um den Riesenberg von Aufgaben zu bewältigen. „Wir haben dringenden Handlungsbedarf“, betonte Voth.

Mittwoch, 14.03.2018, 18:03 Uhr

Die Seniorenvertreter Manfred Voth (l.) und Johannes Kluck drängten im Ausschuss für Soziales, Senioren, Heimat und Kultur darauf, dass die Gemeinde Laer in Sachen „Kommunale Pflegeplanung“ tätig wird.
Die Seniorenvertreter Manfred Voth (l.) und Johannes Kluck drängten im Ausschuss für Soziales, Senioren, Heimat und Kultur darauf, dass die Gemeinde Laer in Sachen „Kommunale Pflegeplanung“ tätig wird.

Manfred Voth und Johannes Kluck schlagen Alarm. Die beiden Seniorenvertreter können nicht verstehen, dass in Sachen „Kommunale Pflegeplanung – Älter werden in Laer“ seitens der Politik und Verwaltung bisher kaum etwas geschehen ist. Besonders der prognostizierte rasante Anstieg der 80-Jährigen in den nächsten Jahren gibt den Beiden zu denken.

„Wir haben dringenden Handlungsbedarf. Es wird Zeit, dass aus den Parteien in Laer Impulse kommen“, appellierte Manfred Voth an die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Senioren, Heimat und Kultur (SSHK), diesem Tatbestand Rechnung zu tragen.

In Laer habe es im vergangenen Jahr drei Veranstaltungen zum Thema gegeben, erinnerte der Seniorenvertreter an den Abend des Caritasverbandes Steinfurt mit dem Referenten Frank Woltering, der Alten- und Pflegeplaner beim Kreis Steinfurt ist. Dieser hätte einen „Aktionskreis“ zur Problematik angeregt, zu dem sich aber keiner gemeldet habe. Bis 2026 würde vor Ort ein rasanter Anstieg der Altersklasse 80+ um zirka 50 Prozent erwartet. 16 Prozent dieser Altersgruppe bräuchten Dauerpflege.

Der Referent hatte den Entscheidungsträgern empfohlen, Vernetzungskonzepte zu entwickeln, eine vollstationäre Einrichtung zu schaffen, Planungskosten im Etat einzuplanen und externe Moderation zu nutzen. Wie er betonte, seien die Kommunen nach dem Alten- und Pflegegesetz NRW (APG) zur Planung verpflichtet. Der Kreis könne ihnen dabei Hilfestellung geben, doch handeln müssten die Gemeinden in eigener Regie.

Manfred Voth erinnerte zudem an den Vortrag zweier Vertreterinnen des Landesbüros Altersgerechtes Quartier NRW, Bochum, im Ausschuss für SSHK am 13. November 2017. Diese hätten betont, dass das klassische Altenheim wenig beliebt sei und die Senioren lieber zu Hause bleiben wollten. Deswegen sei es wichtig, ein altersgerechtes Quartier vor Ort zu schaffen. Das Quartiersmanagement erfordere eine sorgfältige Vorplanung, eine Bedarfsanalyse, Betroffenen-Beteiligung, ein klares Handlungskonzept, eine übersichtliche Aufgabenverteilung sowie die Vernetzung von Haupt- und Ehrenamtlichen.

„Sie merken, wie breit man denken muss“, betonten die Seniorenvertreter, die im Fachgremium darum baten, dieses Thema endlich anzugehen. „Es ist uns bekannt, aber es reicht nicht, um das abzudecken, was eigentlich nötig wäre“, entgegnete Voth auf den Einwand des Vorsitzenden Prof. Dr. Reinhardt Nippert, dass die Umgestaltung des Marienhospitals neue Möglichkeiten böte.

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