Duo „WirSing“ begeistert in Holthausen
„Ihr seid die Band“

Laer-Holthausen -

Das Musiker-Duo Markus Zöllner und Gerd Gratius verstand es in Holthausen, die Zuhörer zum Singen, Tanzen und Klatschen zu bewegen. Die Stimmung war hervorragend.

Sonntag, 10.06.2018, 18:00 Uhr

Markus Zöllner (l.) und Gerd Gratias waren zu Gast in Holthausn. Sie nahmen einen Fan, die junge Darjana, in ihre Mitte.
Markus Zöllner (l.) und Gerd Gratias waren zu Gast in Holthausn. Sie nahmen einen Fan, die junge Darjana, in ihre Mitte. Foto: Annegret Rose

Im Münsterland wird gern gesungen. Davon zeugen die vielen Chöre, die es hier gibt. Deshalb kamen bei der letzten Veranstaltung im diesjährigen Programm des Kulturforums der Gemeinde Laer die Besucher zu Gehör.

Am Freitagabend wurde im Schützenzelt Holthausen die Stimme geölt. Zu Gast waren die beiden Musiker und Sänger Gerd Gratias und Markus Zöllner aus Dorsten. Beide sind seit dreieinhalb Jahren ein Duo, beide sind Lehrer. Zur Gründung kam es, als sie für eine Geburtstagsparty einige Lieder einübten und dann merkten, dass sie Spaß am gemeinsamen Musizieren hatten. Beim Publikum kamen sie gut an und das wiederum führte dazu, dass sie ein Programm erstellten.

Damit begeistern sie neben Männerkulturtagen auch Landfrauentreffen. Das Münsterland und das Ruhrgebiet gehören zu ihren Auftrittsbereichen. Inzwischen reisen sie auch durch die Republik nach Thüringen oder Niedersachsen. „WirSing“ kann Säle motivieren und ist durch die Auswahl der Lieder, durchweg Mitsingtexte, einfach unschlagbar. Musikalisch sind sie ordentlich aufgestellt, weil beide die Gitarre leidenschaftlich beherrschen und Gerd Gratias weitere Instrumente bedienen kann. Ihm riss unglücklicherweise eine Saite an der Dobro-Gitarre, aber die Mundharmonika hielt am Freitagabend aus.

Das Zelt war zu Beginn nicht so voll wie im vergangenen Jahr, weil an diesem Abend noch Löws „WM-Band“ spielte, sodass sich erst nach und nach meist männliche Besucher hinzugesellten. Dann gab es kein Halten im Publikum. Wie schon von den beiden Künstlern vorhergesagt, brachen beim Einbruch der Dunkelheit die Hemmschwellen. Alle sangen, klatschten oder tanzten mit. Kinder hatten dabei genauso große Freude wie die ältere Generation, die mit schönen Stimmen überraschte. So wurde Hannes Wader „Heute hier, morgen da“, ebenso gern mitgesungen wie der Shanty „What Shall We Do With the Drunken Sailor“oder Nenas „99 Luftballons“.

„Sie werden in vier Sprachen singen“, prophezeite Markus Zöllner den mitsingenden Zuschauern. Und das taten sie auch. Deutsch, Englisch, Kölsch und Bayrisch. Das seit dem Karneval sehr beliebte „Hulapalu“ von Andreas Gabalier kannten alle. Auch „Verdamp lang her“ von Wolfgang Niedecken und weitere moderne Titel wie „Und wenn sie tanzt, ist sie woanders“, konnten alle mitsingen, wie zum Schluss „Nehmt Abschied Brüder“.

Das Engagement der Sänger riss die Musiker von den Stühlen und sie riefen ins Publikum: „Ihr seid die Band.“

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