Laer

Fr., 03.09.2010

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Lang gehegter Traum erfüllt sich

Noch nicht ganz, aber fast fertig ist die Kapelle „Zu den fünf Wunden“ im Esch in der Bauerschaft Altenburg. Kleinigkeiten am Gebäude und den Außenanlagen haben die ehrenamtlichen Helfer noch zu erledigen. Doch bis zur Einweihung am 19. September soll spätestens alles fertig sein. Fotos: (Sabine Niestert)
Von Sabine Niestert

Laer - „Sie ist wunderschön geworden“, schwärmt ein Passant, der extra angehalten hat, um die schmucke Kapelle im Esch - dort, wo das Fünf-Wunden-Kreuz steht - aus der Nähe zu betrachten. „Sie ist zwar noch nicht ganz fertig, aber so gut wie“, erklärt Werner Heuing dem Besucher. Der gelernte Maurer hat sozusagen die Funktion des „Dombaumeisters“ übernommen.

Natürlich hat der Handwerker den kleinen kirchlichen Ram nicht alleine errichtet, sondern gemeinsam mit zahlreichen anderen ehrenamtlichen Helfern, die sich jeden Montag - zum Ende noch öfter - in der Bauerschaft Altenburg treffen, um den lang gehegten Traum von einer kleinen Gebetsstätte an dem Punkt zu errichten, der für die Laerer eine besondere Bedeutung hat. So wurden hier früher die Hollandgänger verabschiedet. Eine Kreuzwegstation samt Bank, die viele Radfahrer nutzen, würdigt bereits den idyllischen Fleck mitten in der grünen Natur mit viel Stille und einen weiten Blick auf Laer. Zukünftig werden hier vermutlich noch mehr Autofahrer, Radler und Spaziergänger anhalten. Ob zum Beten, zum Besinnen oder einfach nur, um zur Ruhe zu kommen, den Mitgliedern des Kapellenvereins „Zu den fünf Wunden“ ist jeder Besucher, egal, welches Anliegen er hat, willkommen. Das bestätigt stellvertretender Vorsitzender, Dr. Elmar Lengers, der zu den Gründungsmitgliedern des Kapellenvereins gehört, der am 5. März 2009 ins Leben gerufen wurde. Im Winter vor einem Jahr nahmen die Helfer - dabei handelt es sich um viele Mitglieder der Werkgruppe des örtlichen Heimatvereins - ihre Arbeit auf. Gemeinsam haben sie die Mauern des Klinkerbaus mit den in Sandstein eingefassten Ecken und Rundbogenfenstern hochgezogen. Schon im März 2010 konnte Richtfest gefeiert werden.

Die Pläne für die Kapelle hat der inzwischen pensionierte Architekt Engelbert Thünte entwickelt, der auch Vorsitzender des Kapellenvereins ist. Unter seiner Regie hat das Werk immer mehr Form angenommen und eine schöne Optik entwickelt. Nur zirka 17 Quadratmeter ist der Innenraum mit seinen schmucken Fenstern groß. „Da kommt noch ein Gitter hin“, erklärt Werner Heuing, dass die wertvollen Gegenstände, wie beispielsweise ein geschnitztes Kreuz und der Altar geschützt werden müssen. Kleine Bänke werden die Besucher zum Sitzen einladen. Tagsüber wird die Kapelle für jedermann offen sein. Eine Zeitschaltuhr regelt, dass der automatische Türöffner nachts ausgeschaltet ist.

„Die Tür ist dem barocken Stil angepasst“, berichtet Werner Heuing, dass dieses Mobiliar aus dem Schloss in Münster stammt. Wie sie, sind viele der Einrichtungsgegenstände von Bürgern und Sympathisanten zur Verfügung gestellt worden. „Die Kapelle bekommt auch eine Glocke“, kündigt Elmar Lengers an. „Diese wird vom Dorf zu hören sein“, freut er sich über die gute Verbindung zwischen der großen Pfarrkirche im Ort und der kleinen Gebetsstätte in der Bauerschaft. Hier können nicht nur katholische, sondern natürlich auch evangelische Christen und Gläubige anderer Religionen beten.

Um zur Ökumene beizutragen, hat der Kapellenverein von seiner ursprünglichen Absicht eine Marienkapelle zu errichten, Abstand genommen. „Im Kapellenverein sind auch evangelische Mitglieder“, betont Dr. Lengers. Er und seine Mitstreiter freuen sich nicht nur über weitere neue Mitglieder, sondern auch über Spenden, die noch benötigt werden, um beispielsweise die Installation der Glocke und ihre Technik sowie einige von den verwendeten Materialien zu zahlen. „Wir haben einiges vorfinanziert“, erklärt das Vorstandsmitglied, dessen Ehefrau Monika Schewing-Lengers ihr Grundstück für den Bau zur Verfügung gestellt hat.

» Spenden können bei der Volksbank Laer-Horstmar-Leer, Bankleitzahl 40 164 256, Kontonummer 44 419 700 eingezahlt werden.


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