Fr., 19.02.2010

Lengerich Guten Appetit!

Von Michael Baar

Lengerich - Draußen, vor der Tür, scharren die Schüler mit den Hufen, wie man so schön sagt. Innen warten Cornelia Moritz und Anne Möller auf den Ansturm. Einige Minuten dauert das noch, schließlich soll es eine ganz offizielle Eröffung werden. Ingrid Stamsen-Vogel begrüßt den Bürgermeister und die Betreiber. „Jetzt leben wir“, sagt die Leiterin der Bodelschwingh-Realschule in Anspielung auf die zurückliegende „Zeit des Bohrens und Hämmerns“.

„Endlich ist es soweit.“ Das ist kein Stoßseufzer eines Schülers, sondern das freudige Fazit von Friedrich Prigge zum Ende der Bauarbeiten. Ist zuvor von Kantine, Cafeteria und Mensa gesprochen worden, legt der Bürgermeister die endgültige Bezeichnung fest, erklärt „die Mensa offiziell für eröffnet“.

Maßarbeit: Der Pausengong ertönt, Cornelia Moritz und Anna Müller haben in den nächsten Minuten alle Hände voll zu tun. Belegte Brötchen, Getränke , Süßigkeiten - die ganze Palette des Angebots wird nachgefragt.

Die Honoratioren haben sich in den angrenzenden Sitzbereich zurückgezogen. Bei einer Tasse Kaffee freut sich Friedrich Prigge über die gelungene Optik. „Ein Schmuckstück“, nennt er die Mensa. Ebenso zufrieden die Miene bei Reinhard Wiethölter. Der Fachdienstleiter Schule freut sich, dass 330 Schüler und rund 20 Lehrer jetzt die Möglichkeit haben, sich mit Essen und Getränken in der Schule zu versorgen.

„Alles frisch zubereitet“, versichert Nathali Faß. Sie ist Prokuristin des Unternehmens Automatenservice Rudolph. Der Westerkappelner Familienbetrieb hat den Betrieb der Mensa übernommen. „Unser drittes Projekt“, erläutert Nathali Faß. Schon über 25 Jahre verpflegen die Westerkappelner das Berufskolleg in Ibbenbüren , seit zwei Jahren auch das Graf-Adolf-Gymnasium Tecklenburg.

Kerngeschäft sind Heiß- und Kaltgetränke sowie Verpflegungsautomaten im Bildungsbereich und in Industrieunternehmen. 27 Mitarbeiter werden beschäftigt. „Halt, jetzt sind es 29“, korrigiert sich die Prokuristin mit Blick auf Cornelia Moritz und Anna Möller. Die beiden Frauen teilen sich die Stelle in der Bodelschwingh-Mensa.

Nach zwei Tagen Probebetrieb zeichnet sich ab, was die Lengericher Bodelschwingh-Schulgemeinde gerne isst: Pausenbrötchen (mit Salat, Paprika, Gurke), Schnitzelbrötchen, Gyrosburger. Laugengebäck - in Ibbenbüren der Renner - ist (noch?) nicht so gefragt.

Auf eins ist Nathali Faß besonders stolz: „Bis zur zweiten Pause können die Schüler noch ihren Menüwunsch fürs Mittagessen äußern.“ Die Ausgabe erfolgt per Bon, der zuvor gekauft werden muss. Da lässt sich dann auch ein Zeitpunkt vereinbaren, zu dem das Essen abgeholt wird. „Unsere Stärke ist die schnelle Reaktion auf Kundenwünsche“, sagt sie mit einem Lächeln.

Friedrich Prigge und Reinhard Wiethölter hören das gerne. Schließlich sind insgesamt rund 100 000 Euro in die Mensa investiert worden. Jeweils 50 000 Euro von der Stadt und aus dem 1000-Schulen-Programm des Landes Nordrhein-Westfalen. Auch wenn das Geld knapp ist: „Eine gute Investition“, befindet der Bürgermeister und wünscht, dass dieses Angebot große Resonanz findet.

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