Musik mit Südstaatenflair

Do., 02.02.2012

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Tommie Harris begeistert bei der Gempt Blues Session

Musik mit Südstaatenflair : Tommie Harris begeistert bei der Gempt Blues Session

Der charmante Tommie Harris bescherte den Besuchern der Gempt Blues Session einen herrlichen Abend in entspannter Stimmung. Foto: Axel Engels

Lengerich - 

Mit dem charmanten Tommie Harris erlebten die Liebhaber feinster von Hand gemachter Musik bei der Gempt Blues Session am Mittwoch einen Gentleman der alten Schule, der sein Handwerk von der Pieke auf gelernt hat. Als charismatischer Sänger ist er ebenso bekannt wie als versierter Instrumentalist, diesen Ruf hat er sich als Schlagzeuger beim legendären Blues-Giganten Luther Allison erspielt.


Mit Boogie-Pianist Christian Bleiming und Gitarrist Kai Strauss verbindet ihn eine intensive Zusammenarbeit. Etliche live-Auftritte haben sie gemeinsam absolviert. So war das Verständnis der Musiker untereinander auch besonders beeindruckend, jeder wusste genau, wo die Stärken des Partners liegen.

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Das Publikum erlebte nicht nur traditionellen Chicago Blues, sondern immer wieder bereicherten Boogie-Einflüsse den facettenreichen Klang. Nach zwei Songs in reiner Trio-Besetzung mit Andre Werkmeister am Schlagzeug startete die Band mit „I‘m ready“ zusammen mit Tommie Harris zu einer Reise quer durch alle Sparten des Blues. Eindrucksvolle Soli an Klavier und Gitarre machten diesen Song zu einer prickelnden Einstimmung auf das urbane Blues-Empfinden des Gastes aus Birmingham. Seine markante Stimme gab dem „Soul Fixin‘ Man“ von Luther Allison eine intensive Ausstrahlung. Auch bei („Get Your Kicks on) Route 66“ von Bobby Troup aus dem Jahre 1946 glänzte Tommie Harris – das lebendige Arrangement ließ die Jahrzehnte seit der wunderbaren Interpretation durch Nat King Cole vergessen. Beim „Caledonia Boogie“ von Louis Jordan gab es virtuose Tastenklänge bei punktgenauem Schlagzeug, die mit der einfühlsamen Stimme von Tommie Harris bestens harmonierten.

Die Gempt Blues Session war wie ein Besuch in legendären amerikanischen Blues-Kneipen mit Südstaatenflair. In dem passenden Ambiente des Bistros genoss man einfach die stimmungsvolle Musik. Tommie Harris, der für seine musikalischen Verdienste in seiner Heimat sogar in die „Alabama Jazz Hall of Fame“ aufgenommen wurde, wechselte im zweiten Set zum Schlagzeug. Dort zeigte er dann seine instrumentalen Qualitäten, wobei er sich gesanglich mit Kai Strauss abwechselte. Mit „Let Me Love You“ umschmeichelte Kai Strauss das Publikum, zeigte sich als gefühlsbetonter Sänger. So konnte man sich bei dem exquisit von Tommie Harris gesungenen „I Don‘t Want No Woman“ zurücklehnen und den Abend entspannt genießen.


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