Plattdeutscher Lesewettbewerb
Sa., 04.02.2012
Schwerstarbeit für die Jury
Finnja van Düllen (vorne Mitte) hat den plattdeutschen Lesewettbewerb an der Grundschule Stadt gewonnen. Gemeinsam auf den zweiten Platz gesetzt hat die Jury (im Hintergrund) Hannes Mindrup (vorne rechts) und Marlene Blach (vorne links).
Lengerich -
Finnja van Düllen ist glücklich. Sie entscheidet an der Grundschule Stadt den plattdeutschen Lesewettbewerb für sich. Zwölf Mädchen und Jungen haben sich daran beteiligt.
|
|
„En Vertellsel“ von Friedrich Ernst Hunsche ist die Grundlage. Was „Jann sin Geldtransport noa de Spuorkasse“ ist – zwölf Mädchen und Jungen der Grundschule Stadt sind bemüht, die Geschichte fehlerfrei vorzulesen. Das ist schwieriger, als es sich auf den ersten Blick liest, denn die Geschichte muss auf plattdeutsch vorgelesen werden.
Die Mitglieder der Jury spitzen die Ohren. Wird richtig gelesen, passt das Lesetempo, wird der Text durch Betonung und Aussprache gut wiedergegeben, werden die schwierigen Passagen in der Geschichte sicher umschifft? Dafür gibt´s Punkte. Einen mickrigen, wenn gar nichts geklappt hat. Fünf, wenn die Jury merkt, dass nicht nur stur für diesen Lesewettbewerb gepaukt worden ist, sondern das Kind gut „Platt“ spricht.
Für die Punktrichter hört sich das einfacher an, als es ist. Gerda Zirbes und Hans-Dieter Welp haben schließlich gute Vorarbeit geleistet in den plattdeutschen Arbeitsgemeinschaften an den drei Grundschulen Stadt, Hohne und Stadtfeldmark.
„Eine Zeile höher“, korrigiert Hans-Dieter Welp mit leiser Stimme, als ein Vorleser ins Stocken gerät. Generell möchte man „lauter“ rufen, denn fast alle Mädchen und Jungen lesen mit relativ leiser Stimme die Geschichte von „Jann“ vor.
Bei den ersten Vorlesern herrscht noch relative Ruhe in den hinteren Reihen. Nach und nach wird es in dieser Mittagsstunde im Klassenraum lebhafter. Der Appell, doch Rücksicht auf die anderen zu nehmen, fällt auf fruchtbaren Boden. Dann ist es geschafft: Alle haben vorgelesen.
Schnell wird noch das Gedicht vom „Pöggsken“ gemeinsam aufgesagt. Gerda Zirbes lüftet das Tuch über ihrem Korb. Leckere selbst gebackene kleine Brötchen mit Schinken kommen zum Vorschein, dazu kleine Spieße mit Mini-Würstchen und Gurke. Beherzt greifen die Kinder zu.
Die Jury grübelt derweil, welchem Kind denn der Sieg gebührt. Drei kristallisieren sich heraus, doch wer ist wirklich der oder die Beste gewesen? „Wir werden hier mega-verwöhnt“, rufen Kinder dazwischen. Gerda Zirbes freut sich über das Lob. Doch bei die Entscheidung über den Schulsieger hilft das nicht weiter. Schließlich ist der Knoten durchschlagen. Schnell werden die Urkunden beschriftet, dann gibt´s die Ehrung. Neben der Urkunde noch eine Kleinigkeit von der Stadtsparkasse. Die sponsert den Wettbewerb.
Standort
|
|
Inserieren
WN-Jobs Anzeigen
Ihr Jobportal für unbefristete und befristete Stellenangebote aus dem Münsterland
