Wer ist der Richtige?

Mi., 08.02.2012

  • Derzeit 1 von 5 Sternen.

Artikelbewertung

Schulentwicklungsplanung: Sozialdemokraten wollen nicht den Fachmann aus Lienen

Wer ist der Richtige? : Schulentwicklungsplanung: Sozialdemokraten wollen nicht den Fachmann aus Lienen

Wohin führt der Weg zur Schule in den nächsten Jahren? Eine Antwort auf diese Frage muss der Stadtrat in diesem Jahr geben, damit zum Schuljahr 2013/2014 die Weichen gestellt werden. Foto: AP

Lengerich - 

Bevor die Frage nach den künftigen Schulangeboten in Lengerich beantwortet wird, müssen sich die Fraktionen auf einen Experten für die Planung einigen. Im Hauptausschuss gingen die Ansichten auseinander.


Ist Wolf Krämer-Mandeau der richtige Mann für die Schulentwicklungsplanung in Lengerich? Im Gegensatz zu den anderen Fraktionen sagt die SPD „Nein“. Am fachlichen Wissen des Experten haben die Genossen keine Zweifel. Das betont Fraktionsvorsitzender Andreas Kuhn im Haupt- und Finanzausschuss. Bauchschmerzen bereitet den Sozialdemokraten die Tatsache, dass Krämer-Mandeau bereits die Schulentwicklung in Lienen begleitet. „Ein Interessenkonflikt ist da nicht auszuschließen“, formuliert Andreas Kuhn und stellt in Anlehnung an den Evangelisten Matthäus (6,24) fest: „Man kann nicht zwei Herren gleichzeitig dienen.“

Google-Anzeigen

Zudem, so argumentiert er weiter, scheine für Krämer-Mandeau die Sache klar zu sein: Lengerich brauche eine Sekundarschule. Damit bezieht sich der Sozialdemokrat auf die Aussagen des Fachmanns in der Sondersitzung des Schulausschusses am 26. Januar.

Das sieht sein Kollege in Reihen der CDU ganz anders. Klaus Reiher hält Wolf Krämer-Mandeau „für geeignet“, setzt auf kommunale Zusammenarbeit beim Thema Schulentwicklung. Nicht nur mit Lienen, sondern auch mit Ladbergen und Tecklenburg. Der Bürgermeister wird ganz deutlich. „Es macht keinen Sinn, in der Region mit vier verschiedenen Experten unterwegs zu sein“, hält Friedrich Prigge gar nichts von der Idee der SPD.

Professionalität gesteht Anne Engelhardt dem Schulentwicklungsplaner zu. Deshalb werde es auch sein Ergebnis nicht beeinflussen, wenn er sich mit der Lengericher Schullandschaft beschäftigt, ist die Bündnisgrüne überzeugt. Neu diskutiert werden müsse nur, sollte das Hannah-Arendt-Gymnasium in Zweifel gezogen werden.

Björn Schilling assistiert seinem Fraktionschef: Wolf Krämer-Mandeau habe in der Sondersitzung zugestanden, nur einen kleinen Blick auf Lengerich geworfen zu haben. „Es geht um die Schulplanung für die nächsten 25 Jahre“, wirbt der Sozialdemokrat dafür, „offen an das Thema heranzugehen.“ Fraglich sei doch, ob die „Optimal-Lösung für Lienen“ auch für Lengerich gelte. „Von Herrn Krämer-Mandeau gibt´s keine neuen Impulse“, fürchtet Andreas Kuhn.

Dass er eine „Gesamtschule für ein attraktives Angebot für Lengerich“ hält, daraus macht der Sozialdemokrat kein Geheimnis. Nicht nur, weil dann das Abitur in neun statt acht Jahren erlangt werden könnte. Das Anliegen seiner Fraktion bringt er auf den Punkt: „Wir wollen einen ergebnisoffenen Prozess, keine Gesamtschule.“

Der Antrag seiner Fraktion, die Bezirksregierung bereits bei Einstieg in die Planung um Moderation bei Gesprächen mit Nachbarkommunen zu bitten, wird von der Ausschuss-Mehrheit abgelehnt. „Die Bezirksregierung moderiert nur in Konfliktfällen“, hat sich Anne Engelhardt in Münster schlau gemacht.


Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Nur eine Abstimmung möglich!

Ihre Bewertung wurde geändert.

  • Derzeit 1 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 1/5

1 Stern = überhaupt nicht gut; 5 Sterne = hervorragend

Mehr zum Thema

Artikel



Standort

 

WN-Immo Anzeigen

Wohnungen, Häuser, Grundstücke und gewerbliche Immobilien aus Ihrer Region

WN-Aktionen

Immer mehr drin
Exklusive Angebote für WN-Kunden - wie funktioniert das? mehr...
Anzeige