Wochenmarkt bei Dauerfrost
Mi., 08.02.2012
Eis-Wind und wenig Kunden
Minusgrade schrecken Klara Sommer nicht ab. Sie verkauft regelmäßig auf dem Markt.
Lengerich -
Die Blumenhändler verzichten zurzeit darauf, den Wochenmarkt zu beschicken. Die anderen Händler haben sich auf die Kälte eingestellt.
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Buntes Markttreiben sieht anders aus. Sonne und glasklarer Himmel lockte gestern nur wenige Hartgesottene auf den Wochenmarkt. Besonders der stark böige und beißend kalte Wind vergrämte vielen Lengerichern den Weg ins Freie.
Wissend um die geringe Kundenzahl waren trotzdem fast alle Händler da. Einzig die Blumenverkäufer sind nicht anzutreffen. „Die könnten nur Eisblumen verkaufen“, merkt Waltraud Schwegmann, Besitzerin eines Obst- und Gemüsestands, mit einem Augenzwinkern an. Wie fast jeder Kollege heizt sie ihren windgeschützten Verkaufsstand. Fünf gasbetriebene Wärmestrahler sind bei ihr im Einsatz. Das ist teuer, aber unabdingbar. Tiefkühlkost will auf dem Markt schließlich keiner kaufen.
Geradezu erleichtert über die wohlige Wärme verweilt mancher Kunde etwas länger an den Ständen. Wem es dann immer noch zu kalt ist, der bekommt bei Friedhelm Läkamp, Besitzer eines Fleischerfachgeschäfts in Belm, kostenlos warmen Kaffee.
Trotz der ganzen Kundenfreundlichkeit: Bei gefühlten Temperaturen von minus zehn Grad Celsius sind Käufer rar – so der Tenor unter den Händlern. „Besonders ältere Leute kommen nicht“, beobachtet Verkäuferin Ramona Hüwelmann. Ulrike Feigenbaum seufzt: „Ein bisschen mehr zu tun, wäre wünschenswert“.
Laut Wettervorhersagen soll es weiter kalt bleiben. So bleibt Marktbesuchern nur der Tipp von Klara Sommer, die frische Kartoffeln und Eier verkauft: „Man muss sich gut einpacken!“
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