Fr., 16.03.2012

Berufsziel: Schäfermeister Lehre mit Spaß-Faktor

Berufsziel: Schäfermeister : Lehre mit Spaß-Faktor

Sebastian Höft füttert die Schafe im Winterquartier. Nach Ostern wird der 24-jährige Auszubildende mit Schäfermeister Jürgen Schienke und den über 500 Bentheimer Landschafen losziehen. Foto: Michael Baar

Lengerich - 

Für Sebastian Höft ist es eine Ausbildung mit Spaß-Faktor. Der 24-Jährige aus Bochum ist Auszubildender für den Beruf Tierwirt, Schwerpunkt Schafhaltung, bei der ANTL.

Von Michael Baar

Irgendwie ist er auf einmal da, hat sich Eimer geschnappt und füttert die Schafe. „Probleme mit dem Auto“, nennt Sebastian Höft später den Grund für seine kleine Verspätung. Sein Lehrherr Jürgen Schienke trägt´s mit Fassung. Schließlich macht der 24-Jährige seine Arbeit gut. Sebastian Höft ist Auszubildender zum Tierwirt, Schwerpunkt Schafhaltung.

Die gut 500 Köpfe der ANTL-Schafherde sind seine Partner, an denen er lernt, was ein Schäfer können muss. Der Azubi kommt aus Bochum. Ein Kind des Ruhrpotts und dann Schäfer werden wollen? Für den 24-Jährigen ganz normal. Ein freiwilliges ökologisches Jahr hat ihn auf die Spur gebracht.

„Ich war bei einer Familienschäferei und habe da diesen Beruf kennen gelernt“, erzählt er. Das hat dann nicht nur ganz gut geklappt, „sondern auch Spaß gemacht“. So viel, dass er bei der Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Tecklenburger Land einen Ausbildungsplatz erhalten hat. Was nicht alle wissen: Die ANTL ist anerkannter Ausbildungsbetrieb.

Die Worte sprudeln nicht gerade aus Sebastian Höft heraus. Erst nach und nach spricht er von der Begeisterung für die Schäferei, die ihn im freiwilligen ökologischen Jahr gepackt hat. Im Sommer 2014 wird er seine Lehre abschließen. „Ich möchte gern selbstständig sein“, blickt er über diesen Zeitpunkt hinaus. Konkrete Vorstellungen „habe ich noch nicht“.

Immerhin stellt sich im Gespräch heraus, dass Sebastian Höft seit der Schule „immer in der Landwirtschaft gearbeitet“ hat. Sein Auto, so viel verrät er dann doch, hat er erst seit einem halben Jahr. „Vorher habe ich alles mit dem Rad gemacht.“ So wie er das sagt, hört sich das wie selbstverständlich an.

Warum es gerade ein alter VW Bully mit Pritschen geworden ist? „Da habe ich Platz für meinen Hund und die Bienen“, ist er ganz Praktiker. Sein Vierbeiner ist mit ihm in der Ausbildung. Ein Schäfer ohne Hund – undenkbar.

Das Ziehen mit der Schafherde macht dem 24-Jährigen nichts aus. Allerdings muss er alle sechs Wochen den Schäferstab mit dem Schul-Rucksack tauschen. Jeweils zwei Wochen ist Berufsschule angesagt. Danach geht´s wieder raus über die Kalkmagerrasen im Teutoburger Wald.

Sein Verhältnis zu Schäfermeister Jürgen Schienke? Mehr als ein knappes „gut“ kommt nicht über seine Lippen. „Schäfer haben gerne eher Ruhe und quasseln sich nicht den ganzen Tag zu“, stellt der Lehrherr mit Nachdruck fest. Von daher passe es ganz gut. Den Bentheimer Landschafen scheint´s egal zu sein. Sie haben ihr Futter und kauen genüsslich Walzhafer, Zuckerrüben-Schnitzel und Rapsschrot.

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