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Do., 02.08.2012

Ungewöhnliche Spende für Lengericher Tafel Bis die Stricknadeln glühen

Ungewöhnliche Spende für Lengericher Tafel : Bis die Stricknadeln glühen

Anke Lenzing-Ventker (rechts) und Ursula Lenzing (links) mit einem Teil ihrer Kundinnen, die sehr zur Freude der Vertreter des Vereins Lengericher Tafel zur Stricknadel gegriffen haben und Socken, Pullover, Mützen und Schals gehandarbeitet haben. Foto: Michael Baar

Lengerich - 

Die Stricknadeln haben geglüht, der Verein Lengericher Tafel freut sich über Schals, Mütze, Pullover und Socken, gestrickt und gespendet von Kundinnen des Handarbeits-Studios Lenzing.

Von Michael Baar

Walter Schott ist einen Moment sprachlos. Auf der Verkaufstheke vor ihm stapeln sich Socken, Pullover , Schals und Mützen. Alles Handarbeit, angefertigt von Kunden des Handarbeitsstudios Lenzing. Die Augen des stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins Tafel Lengerich strahlen. Er weiß schon genau, was mit dieser Spende Gutes getan werden könnte.

Anke Lenzing-Ventker und ihre Mutter Ursula Lenzing haben einige Kundinnen eingeladen, die in vielen Stunden und mit flinken Nadeln die Kleidungsstücke gestrickt haben. Schnell kommen die Frauen ins Fachsimpeln. „Das ist nichts für mich“, sagt Walter Schott und meint damit das Stricken.

Wie mit den vielen Kleidungsstücken geholfen werden kann – der stellvertretende Tafel-Vorsitzende denkt weit voraus. „Die Kinder-Socken könnte man in Nikolaustüten stecken“, hat er sich überlegt. 160 Kinder, so erzählt er, sind auf die Tafel beziehungsweise deren Leistungen angewiesen.

Vor neun Jahren hat der Verein seine Arbeit in Lengerich aufgenommen. Gerade zwei Personen sind zum ersten Verteilungs-Termin gekommen. Schnell sind es 40 Portionen in der Woche geworden. „Heute sind es 800“, fasst Walter Schott die wachsende Zahl von Mitmenschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, in Ziffern. Im Verein sind 25 Helfer aktiv, alle ehrenamtlich.

Ohne Spenden läuft nichts. Der Schwerpunkt liegt bei Lebensmitteln. Dank Sponsoren hat der Verein ein Auto, mit dem die Geschäfte angefahren werden können, die die Tafel unterstützen. Keine leichte Aufgabe für die Ehrenamtlichen. „Es werden immer mehr Leute, die bedürftig sind. Auf der anderen Seite werden es aber nicht mehr Geschäfte“, stellt das Vorstandsmitglied fest.

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