Di., 26.11.2013

Pädagogische Arbeitsgruppe tagt erstmals Weichen für neue Schule werden gestellt

Wohin führt künftig der Weg von Grundschülern nach der vierten Klasse? Diese Frage gilt es in Lengerich zu beantworten.

Wohin führt künftig der Weg von Grundschülern nach der vierten Klasse? Diese Frage gilt es in Lengerich zu beantworten. Foto: dpa

Lengerich - 

Die pädagogische Arbeitsgruppe hat ihre Arbeit am Montag aufgenommen. Ziel ist es, die Weichen für die Gründung einer neuen weiterführenden Schule zu stellen.

Von Paul Meyer zu Brickwedde

Am Montag hat erstmals die sogenannte pädagogische Arbeitsgruppe getagt. Sie soll die Weichen stellen für die Gründung einer neuen, weiterführenden Schule in Lengerich. Ein erster Anlauf dazu war im Herbst vergangenen Jahres am Elternwillen gescheitert. Es mangelte an der Bereitschaft, Kinder auf eine Sekundarschule zu schicken.

Daran erinnerte auch Bürgermeister Friedrich Prigge am Montag noch einmal selbstkritisch. Er versprach, dass beim zweiten Anlauf alles mit der gebotenen Ruhe und unter Einbeziehung aller Beteiligten laufen solle.

Moderiert wird die Arbeitsgruppe von Achim Körbitz vom Fachbereich Pädagogik der Universität Bielefeld und Alois Brinkkötter, Direktor der Fritz-Winter-Gesamtschule in Ahlen. Sie machten zum Auftakt deutlich, dass das neue Gremium in seiner jetzigen Zusammensetzung durchaus noch erweitert werden könnte. Gestern saßen Vertreter der Verwaltung und die Leiter aller Lengericher Schulen am Tisch. Elternvertreter würden sicher noch hinzugezogen, so Alois Brinkkötter. Es müsse in der Arbeitsgruppe allerdings noch besprochen werden, wann dies am besten geschehen soll. Ebenfalls möglich sei, dass auch Schüler mitberaten können. „Schüler sind schließlich Experten für Unterricht“, ergänzte Achim Körbitz. Die Lokalpolitik hingegen, erläuterte das Experten-Duo weiter, solle zwar über den Stand der Dinge laufend informiert werden, in den Prozess selbst aber so spät wie möglich eingebunden werden.

Von den Schulleitern wurde die Bildung der Arbeitsgruppe ausdrücklich begrüßt. Eine „große Chance“, nannte beispielsweise Gudrun Heemann von der Grundschule Stadtfeldmark den nun angestoßenen Prozess. Wichtig sei, so die Pädagogen übereinstimmend, dass sowohl die positiven als auch die negativen Erfahrungen, die an den einzelnen Schulen gemacht würden, in die Arbeit einflössen. Achim Körbitz rief mit den Worten „Skeptiker sind das Salz in der Suppe“ explizit auch zu kritischen Tönen auf.

Welchen Weg die Arbeitsgruppe nun einschlägt, wurde nicht-öffentlich beraten. Denkbar seien zehn bis zwölf Sitzungen im Vier-Wochen-Rhythmus, meinten die Moderatoren zu Beginn mit Blick auf ihre andernorts gemachten Erfahrungen.

Als Zielsetzung wird eine „Schule des gemeinsamen Lernens“ genannt. Ob am Ende eine Sekundar- oder Gesamtschule steht, wird im Laufe der Gespräche zu entscheiden sein.

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