Di., 10.12.2013

Die Tafel zieht um Verein freut sich auf neue Räume

Renate Volkwein freut sich, gemeinsam mit dem Team des Vereins Lengericher Tafel, über die Unterstützung durch Michael und Renate Strotmann von der Firma Upmeyer. Das Geld kommt gerade recht für die Renovierung der neuen Unterkunft.

Renate Volkwein freut sich, gemeinsam mit dem Team des Vereins Lengericher Tafel, über die Unterstützung durch Michael und Renate Strotmann von der Firma Upmeyer. Das Geld kommt gerade recht für die Renovierung der neuen Unterkunft. Foto: M. Baar

Lengerich - 

Bereits seit Längerem möchte der Verein Lengericher Tafel umziehen. Nun geht der Wunsch in Erfüllung, im Januar sollen die neuen Räume hergerichtet werden, voraussichtlich ab Februar die Warenausgabe folgen.

Von Michael Baar

Der Verein Lengericher Tafel wird umziehen. Im Januar sollen die neuen Räume hergerichtet werden. Ab Februar, so schätzt Renate Folkwein , könnte die Ausgabe von Lebensmitteln dann am neuen Standort erfolgen. Der befindet sich immer noch an der Bogenstraße 2, allerdings ebenerdig im ehemaligen „Schulkiosk“.

Der Verein habe lange mit den Räumen geliebäugelt, sagt das Gründungsmitglied. Dank fester finanzieller Zusagen sei jetzt der Schritt raus aus den Kellerräumen möglich. Eine Erleichterung nicht nur für die fast 25 ehrenamtlichen Helfer, in der Mehrzahl Frauen. Das Schleppen schwerer Kisten mit Obst oder Gemüse Treppe runter und wieder rauf gehe an die körperliche Belastungsgrenze. „Unsere Fahrerinnen müssen noch mehr schleppen“, sagt Renate Folkwein. Dass sich das Team über männliche Unterstützung freuen würde, ist vor diesem Hintergrund verständlich. „Männer, die kräftig tragen können“, würde wohl auf einem entsprechenden Wunschzettel stehen.

Dienstags und freitags gibt der Verein die von vielen Geschäften gespendeten Lebensmittel an Bedürftige weiter. 75 bis 80 Personen kommen dann, um Lebensmittel für sich und ihre Familien abzuholen. Insgesamt, so schätzt Renate Volkwein , sind es 180 Menschen, die zur Tafel kommen. Dahinter verbergen sich insgesamt rund 500 Frauen, Männer und Kinder, die ohne den Verein nicht wüssten, wie sie sich Obst, Gemüse, Brot und andere Lebensmittel leisten sollten.

Bedürftigkeit ist die Voraussetzung, um bei der Tafel Lebensmittel zu erhalten. „75 Prozent der Abholer werden vom Sozialamt auf uns hingewiesen“, schätzt sie. Entsprechend könnten diese Personen eine Bescheinigung oder den Lengerich-Ausweis vorzeigen. Sozialhilfe- oder Hartz-IV-Bescheide werden ebenfalls akzeptiert.

„Am Anfang war´s leichter“, stellt das Gründungsmitglied fest. Nicht nur, weil die Zahl der Abholer niedriger gewesen sei. Es sind viele kleine Dinge, die dem Verein das Leben schwer machen. Beispiel Stromkosten: Für Tiefkühl-Spenden muss eine lückenlose Kühlkette gewährleistet werden. Dank Kühlanhänger fürs Auto und vielen Kühltruhen und -schränken funktioniert das. Allerdings haben die Geräte teils 20 oder mehr Jahre auf dem Buckel – und „fressen“ entsprechend Strom.

„Ein Sonder-Stromtarif ist leider nicht möglich“, bedauert die rüstige Seniorin. Dafür könnte sich bei den Altgeräten was tun. An diesem Morgen sind Michael und Renate Strotmann von der Firma Upmeyer Haustechnik zu Gast. Das Geld, was in den vergangenen Jahren für Kundengeschenke ausgegeben wurde, wird in diesem Jahr – nach Absprache mit der Belegschaft – der Tafel gespendet.

Die 1000 Euro kommen gerade recht. Neue Stromleitungen, Renovierung der Räume – „Da gibt es Einiges zu tun“, sagt Renate Volkwein. Und vielleicht lässt sich ja auch bei den Geräten was machen. Michael Strotmann wird darüber nachdenken.

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