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So., 03.08.2014

Dachstuhlbrand an der Arndtstraße / Kein ruhiges Wochenende für die Feuerwehr Stromausfall alarmiert Bewohner

Der Gelenkmast erleichterte den Einsatzkräften der Lengericher Feuerwehr die Brandbekämpfung am Einfamilienhaus in der Arndtstraße.

Der Gelenkmast erleichterte den Einsatzkräften der Lengericher Feuerwehr die Brandbekämpfung am Einfamilienhaus in der Arndtstraße. Foto: Michael Baar

Lengerich - 

Für die Lengericher Feuerwehr ist es kein ruhiges Wochenende gewesen. Ein Dachstuhlbrand in der Nacht auf Sonntag, ein vermeintlicher Zimmerbrand am Freitagabend und ein Einsatz auf der Autobahn am Samstagabend hielten die Einsatzkräfte auf Trab.

Von Michael Baar

Mit dem Schrecken davongekommen sind eine allein in einem Einfamilienhaus an der Arndtstraße lebende Frau und ihr Partner. „Der Strom ist ausgefallen“, beschreibt der Mann den Moment, in dem die beiden auf die Gefahr aufmerksam geworden sind. Mit einem nassen Tuch vor Mund und Nase habe er versucht, den Brand zu löschen, berichtet er weiter. Doch das sei erfolglos gewesen. Um 2.10 Uhr wird von den beiden die Feuerwehr alarmiert.

„Als wir kamen, waren in der Zwischendecke über dem Obergeschoss schon Flammen zu sehen“, berichtet Thorsten Budzinski . Unter Atemschutz gehen die Kameraden gegen die Flammen vor. „Ohne den Gelenkmastwagen wäre das nicht so einfach geworden“, beschreibt der Einsatzleiter die Vorteile des Fahrzeugs. Der Rauch quoll durch die Dachpfannen auf der Hinterseite des Hauses. „Mit der alten Drehleiter hatten wir nicht so direkt die Brandbekämpfung aufnehmen können.“

Die Flammen sind schnell gelöscht, dann beginnt für die Feuerwehrleute ein Geduldsspiel. Die Bodenplatten und die Verkleidung unter den Pfannen müssen Stück für Stück herausgerissen werden. Immer wieder steigt Rauch auf, müssen Glutnester gelöscht werden. Gegen 5.30 Uhr ist der Einsatz schließlich beendet.

Die Ursache für das Feuer vermutet Thorsten Budzinski in einem technischen Defekt. Genaueres werden die Ermittlungen der Kriminalpolizei ergeben, die die Brandstelle beschlagnahmt hat. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar. Die Frau kommt erstmal bei ihrem Sohn unter, der ebenfalls zur Brandstelle geeilt war.

Thorsten Budzinski lobt die schnelle Alarmierung der Feuerwehr. Bevor jedoch versucht werde, mit eigenen Mitteln einen Brand zu löschen, gebe es aus seiner Sicht zwei unumgängliche Schritte: „112 wählen und auf die Eigensicherung achten.“ Die Wehr war mit 30 Einsatzkräften und acht Fahrzeugen vor Ort.

Zwischen der Alarmierung für den Einsatz an der Arndtstraße und dem Ende des vorhergehenden Einsatzes lagen gut zwei Stunden. Um 20.31 Uhr wurde die Feuerwehr am Samstagabend zu einem Unfall auf der Autobahn 1 gerufen. Zwischen den Anschlussstellen Ladbergen und Lengerich war in Fahrtrichtung Osnabrück ein 34-Jähriger mit seinem Wagen gegen die Mittelleitplanke geraten, als er bei einsetzendem Platzregen die Geschwindigkeit verringerte. Dabei verlor er nach Angaben der Autobahnpolizei Münster die Kontrolle über sein Auto , kam nach links von der Fahrbahn ab, prallte gegen die Mitteilleitplanke und blieb dann in der Fahrbahnmitte stehen. Der Fahrer und seine 29-jährige Beifahrerin erlitten schwere Verletzungen. Den Sachschaden beziffern die Beamten mit 20 000 Euro.

Die Lengericher Wehr musste auslaufendes Öl und Benzin abstreuen. „Das war gar nicht so einfach, weil es heftig geregnet hat“, erinnert sich Thorsten Budzinski. Dadurch hätten sich die auslaufenen Flüssigkeiten nicht nur auf der gesamten Fahrbahnbreite Richtung Norden, sondern auch auf den beiden Fahrbahnen der Gegenrichtung verteilt.

In Richtung Norden wurde die Autobahn bis 22.15 Uhr gesperrt. In Fahrtrichtung Süden wurde der Verkehr einspurig über den Standstreifen an der Unfallstelle vorbeigeführt. Kurz vor Mitternacht hatten die 17 Kameraden der Lengericher Wehr Feierabend.

Relativ harmlos verlief der dritte Einsatz am Freitagabend. Der um 20.50 Uhr gemeldete Zimmerbrand an der Ringeler Straße entpuppte sich als ein stark qualmender Grill. Der Bewohner einer Wohnung in der sechsten Etage hatte auf dem Balkon den Grill angezündet. Der dabei entstehende Qualm zog durch die offene Balkontür in die Wohnung und weiter ins Treppenhaus. „Als wir ankamen, hatte der Mann den Grill schon gelöscht“, berichtet Rüdiger Kipp. Den Feuerwehrleuten blieb nur noch, einmal gründlich zu durchzulüften.

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