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Sa., 13.06.2015

Sportmediziner Ingo Froböse klärt den Blick auf das Lebenselixier Kaltes Wasser belastet

Das Glas direkt wieder zu füllen ist nur einer von vielen Tipps, die Professor Dr. Ingo Froböse seinen Zuhörern mit auf den Heimweg gibt.

Das Glas direkt wieder zu füllen ist nur einer von vielen Tipps, die Professor Dr. Ingo Froböse seinen Zuhörern mit auf den Heimweg gibt. Foto: Dario Sellmeier

Lengerich - 

So mancher der gut 60 Zuhörer im Veranstaltungsraum der Stadtsparkasse wird wohl unwillkürlich zum Wasserglas auf seinem Tisch gegriffen haben: Professor Dr. Ingo Froböse entzauberte am Donnerstagabend den einen oder anderen Mythos rund um das Lebenselixier. Auf Einladung des Wasserversorgungsverbandes Tecklenburger Land, der mit der Initiative „Trinx Firmenfit“ die Mitarbeitergesundheit in Betrieben fördern möchte, sprach der renommierte Mediziner von der Deutschen Sporthochschule Köln zum Thema „Gesundes Leben“.

„Gesundheit kriegt man nur, wenn man sie tut“, brachte Froböse sein Programm auf einen Nenner. Körperliche Aktivität und geistige Leistungsfähigkeit hängen zusammen, ist der Redner sich sicher, und verteufelt daher bloße Reproduktion von Wissen wie beim Kreuzworträtseln.

Man solle lieber etwas Neues lernen, denn nur was genutzt werde, entwickle sich auch. Was das sei, spiele keine Rolle – ebenso wenig wie beim Sport. „Jede Art von Bewegung ist besser als keine“, weiß der Mediziner. „Wir können 20 Jahre lang 40 bleiben – wenn wir wollen“, ist er überzeugt.

Anhand vieler Alltagsbeispiele macht Froböse seine Ausführungen auch für Laien leicht nachvollziehbar – und mit seinem kölschen Humor auch durchaus kurzweilig und anschaulich.

Auch im zweiten Part, der Essen und Trinken genauer unter die Lupe nimmt, hat Froböse so manche einprägsame Weisheit parat. „Denken Sie nicht so oft über Kalorien nach“, fordert er. Gegen eine Stigmatisierung bestimmter Lebensmittel wendet der Redner sich, denn jedes hätte in bestimmter Menge seine Berechtigung. „Lebensmittel – nicht Industrieprodukte“, wie er augenzwinkernd nachschiebt.

Sich von der Industrie und ihren Versprechungen nicht blenden zu lassen, ist auch in Sachen Wasser Froböses Anliegen. Kohlensäure etwa habe keinen Wert, sondern lagere sich unter dem Zwerchfell ab und schade so eher.

Das optimale Wasser habe außerdem Zimmertemperatur. „Kaltes Wasser muss durch den Körper erst erwärmt werden und belastet so unnötig Organe.“ Und mineralstoffarm sollte es sein. „Wenn das Wasser schon davon voll ist, kann es im Körper auch nichts mehr transportieren – das ist aber seine Aufgabe.“

Zwei Drittel der Flüssigkeit sollten morgens aufgenommen werden: „Trinken Sie biorhythmisch und unterstützen den Körper so bei der Ausscheidung.“ Und: „Wenn Sie im Büro sind, füllen Sie ihr Glas direkt wieder, nachdem Sie es leer getrunken haben“, gibt Froböse einen Tipp, die für den Körper erforderliche Wassermenge auch wirklich aufzunehmen.

Dem eifrig mitschreibenden Publikum gibt der Mediziner am Schluss noch die vielleicht wichtigste Botschaft des Abends mit auf den Weg: „Wichtig ist, in Gesundheitsfragen keiner Religion zu folgen, sondern dem gesunden Menschenverstand.“

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