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Di., 22.12.2015

Etat-Entwurf sendet klares Signal Kommt der Umzug der Feuerwache?

Zum Ende des Krieges entstand Lengerichs Feuerwehrhaus. Vor etwa 35 Jahren wurde es erweitert.

Zum Ende des Krieges entstand Lengerichs Feuerwehrhaus. Vor etwa 35 Jahren wurde es erweitert. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Lengerich - 

1,61 Millionen Euro sind im Haushaltsentwurf 2016 für den Kauf eines besonderen Grundstücks eingeplant. Sollte das Geschäft zustande kommen, könnte auf dem fraglichen Areal eine neue Feuer- und Rettungswache gebaut werden.

Von Paul Meyer zu Brickwedde

Die Stadtverwaltung möchte die Weichen für den Neubau einer Feuer- und Rettungswache stellen. Im Haushaltsentwurf für das kommende Jahr stehen 1,61 Millionen Euro bereit, um ein passendes Grundstück zu kaufen. Wie Frank Lammert gegenüber den Westfälischen Nachrichten bestätigt, gibt es bereits ein Areal, das ins Auge gefasst wird.

Der städtische Beigeordnete betont aber auch, dass sich Grundstücksverhandlungen „immer hinziehen“. Es wäre seinen Worten zufolge „euphorisch“ zu glauben, dass in zwei Monaten alles in trockenen Tüchern ist. Es gehe bei der Aufstellung des Etats vor allem darum, dass Geld parat zu haben, sollte es zum Kauf kommen, denn ein Geschäft in dieser Größenordnung über einen Nachtragshaushalt zu regeln, wäre nicht einfach, so Lammert. Zudem will er den Posten auch als Signal an die Feuerwehr gewertet wissen.

Deren Chef Hartwig Hübner sagt, je eher eine neue Wache gebaut werde, desto besser. Der Bau an der Schulstraße sei längst in die Jahre gekommen und entspreche nicht mehr den Anforderungen. Die Mängel ziehen sich nach den Worten des Leiters der Feuerwehr durch alle Bereiche. Es gebe Risse in den Wänden, das Dach sei undicht, die Holztore vorne seien sehr eng für die Fahrzeuge, der Lagerplatz reiche nicht aus, die Sozialräume für Feuerwehr und Rettungsdienst seien veraltet, der Platz in den Umkleidebereichen zu eng und so weiter. Außerdem, erklärt Hübner weiter, mache der zunehmende Verkehr im Bereich Schulstraße/Bodelschwinghstraße Sorge. Zum einen hätten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Probleme, im Einsatzfall schnell zur Wache zu kommen. Zum anderen werde die Fahrt von der Wache zum Einsatzort immer schwieriger, trotz Blaulicht und Martinshorn.

Eine zentrale Frage bei der Suche nach einem neuen Standort ist demzufolge auch die Lage. Der Brandschutzbedarfsplan sieht nach Angaben von Hübner vor, dass die ersten Einsatzkräfte acht Minuten nach Alarmierung am Einsatzort sein sollen, weitere nach zwölf Minuten. Derzeit werde das zwar in weiten Teilen der Stadt erreicht, „aber nicht überall“. Als Beispiel nennt der Feuerwehrchef Gut Erpenbeck. Es wird seinen Worten zufolge aber selbst bei einer Umsiedlung „immer einzelne Objekte“ geben, die nicht innerhalb der Vorgaben zu erreichen sind. Es gehe darum, eine möglichst hohe Abdeckung zu gewährleisten.

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