Anzeige

Mi., 04.01.2017

Tödlicher Verkehrsunfall Sachverständiger nimmt Arbeit auf

Nach dem Unfall am Dienstagabend war die Ladberger Straße knapp drei Stunden lang für die Unfallaufnahme gesperrt worden.

Nach dem Unfall am Dienstagabend war die Ladberger Straße knapp drei Stunden lang für die Unfallaufnahme gesperrt worden. Foto: Michael Schwakenberg

Lengerich - 

Für die Polizei ist es ein normaler Vorgang, dass nach einem Verkehrsunfall mit einem Todesopfer ein Sachverständiger hinzugezogen wird. Der soll den Hergang möglichst detailliert rekonstruieren. Ebenso normal sind Tests auf Alkohol- und Betäubungsmittel-Konsum.

Von Michael Baar

Der Fußgänger, der am Dienstagabend bei einem Verkehrsunfall auf der Ladberger Straße tödliche verletzt wurde, war ein 51 Jahre alter Lengericher. Er war in Höhe der Bushaltestelle kurz vor der Einmündung der Erpenbecker Straße gegen 18 Uhr vom Auto eines 29 Jahre alten Mannes aus Nottuln erfasst worden.

Im Zuge der Unfallaufnahme war die Ladberger Straße bis 20.50 Uhr gesperrt. Zum Standardprogramm der Polizei gehört es bei den Ermittlungen, wie es zu dem Unfall gekommen ist, dass die Beteiligten, in diesem Fall der Autofahrer, auf Alkohol- und Drogenkonsum getestet werden. „Diese Tests werden immer gemacht, wenn bei einem Unfall jemand zu Tode gekommen ist“, sagt Johannes Tiltmann auf Nachfrage der WN.

Dabei gehe es darum, ob der mögliche Konsum von Alkohol beziehungsweise Betäubungsmitteln nachweisbar sei. Sollte das der Fall sein, könnte dadurch das Unfallgeschehen beeinflusst worden sein. Ein erster einfacher Test auf Drogenkonsum sei bei dem 29-Jährigen positiv ausgefallen. Ob das für den Unfallhergang von Bedeutung sein könnte, weil möglicherweise die Fahrtüchtigkeit des Nottulners dadurch beeinträchtigt worden sein könnte, würden weitere Untersuchungen ergeben.

Der Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Steinfurt betont, dass in solchen Fällen „alle Daten, die für das Verfahren in Frage kommen, akribisch zusammengetragen werden“. Die könnten einen Unfallbeteiligten belasten, aber ebenso gut auch entlasten. Auf diese detaillierte Formulierung legt er Wert. Denn das Verfahren werden letztlich von der Staatsanwaltschaft übernommen. Sollte es zu einer Gerichtsverhandlung kommen, müssten alle Details der Untersuchung des Unfallhergangs lückenlos und fehlerfrei vorliegen.

Mehr zum Thema

Fußgänger von Auto erfasst: Tödlicher Unfall in Lengerich

Obligatorisch ist es ebenfalls, dass von der Polizei bei solchen Unfällen ein Sachverständiger hinzugezogen wird. Der soll, unter anderem anhand der Spuren am Unfallort und dem oder den Wagen, den Hergang des Geschehens ermitteln. Dazu gehört auch die Untersuchung der an einem Unfall beteiligten Fahrzeuge auf deren technischen Zustand zum Zeitpunkt der Kollision.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

Mehr zum Thema

karriere.ms Anzeigen

Ihr Jobportal für unbefristete und befristete Stellenangebote aus dem Münsterland

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4538079?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F