Do., 13.04.2017

Kalkabbau in Lengerich 1000 Stellungnahmen

Dyckerhoff und die Steinbrüche in Lengerich gehören laut Bezirksregierung zu den Schwerpunkten der öffentlichen Diskussion beim Thema Kalkabbau im Regierungsbezirk.

Dyckerhoff und die Steinbrüche in Lengerich gehören laut Bezirksregierung zu den Schwerpunkten der öffentlichen Diskussion beim Thema Kalkabbau im Regierungsbezirk. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Lengerich/Lienen/Münster - 

85 Kommunen, Kreise, Kammern, Verbände und sonstige öffentliche Institutionen sind am Verfahren „Sachlicher Teilplan Kalkstein“ beteiligt. Sie haben Anregungen zum Planentwurf gemacht. Hinzu kommen rund 1000 Stellungnahmen von Bürgern und Unternehmen. Die Bezirksregierung muss das jetzt auswerten.

Ein weiterer wichtiger Schritt zur Aufstellung des Teilplans Kalk im Regionalplan Münsterland ist abgeschlossen. Die Frist, bis zu der im Rahmen des Beteiligungsverfahrens Stellung genommen werden konnte, endete am 24. März. Die Bezirksregierung Münster sichtet und erfasst nun nach eigenen Angaben die Einwendungen und Stellungnahmen.

Insgesamt 85 Verfahrensbeteiligte, ­darunter viele Kommunen und Kreise des Münsterlands, Kammern, Verbände und sonstige öffentliche Institutionen, haben ihre Anregungen und Bedenken zum Planentwurf vorgetragen. Außerdem verzeichnete die Bezirksregierung laut Pressemitteilung zusätzlich noch rund 1000 Eingänge von Bürgern und Unternehmen.

Der Teilplan Kalk legt die Flächen zur Sicherung und zum Abbau des Rohstoffs Kalkstein im Münsterland verbindlich fest. Der Entwurf sichert bestehende Abgrabungsbereiche und sieht neue Abbauflächen auf dem Gebiet von Beckum, Ennigerloh, Neuenkirchen, Rheine und Wettringen vor. Zudem trifft der Entwurf Festlegungen für die mögliche Nachfolgenutzung nach Abschluss der Abgrabungen.

Die eingereichten Stellungnahmen spiegeln nach einer ersten Erfassung in der Bezirksregierung die Schwerpunkte der öffentlichen Diskussion. Sie konzentrierte sich insbesondere auf den weiteren Umgang mit den Abgrabungsflächen der Firmen Calcis und Dyckerhoff in Lienen und Lengerich.

„Jede Einwendung wird jetzt sorgfältig ausgewertet und nach den unterschiedlichen Gesichtspunkten raumbedeutsamer Belange systematisiert“, kündigt die Bezirksregierung an. Anschließend werde ein Vorschlag zur Abwägung der vorgetragenen Argumente und Fakten erarbeitet, der in einem offiziellen Erörterungstermin mit den Verfahrensbeteiligten nach der Sommerpause diskutiert werden soll. Erst in diesem Stadium des Verfahrens könne die fachlich-inhaltliche Position zu den einzelnen Stellungnahmen erläutert werden, so die Behörde weiter.

Das folgende Verfahren hänge davon ab, in welchem Umfang sich aus der Beteiligung und Erörterung noch Plananpassungen ergäben. Tiefgreifende Änderungen in den planerischen Ausweisungen und Zielen würden eine zweite Beteiligungsphase mit Erörterung zur Folge haben.

Die Bezirksregierung will dem Regionalrat Münster dementsprechend voraussichtlich Ende 2017 oder Anfang 2018 einen abschließenden Vorschlag zur Aufstellung des Sachlichen Teilplans Kalk vorlegen.

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