Mo., 04.01.2016

Fragebogen checkt Kompetenzen Jetzt passen die Teile

Jetzt passen die Teile zusammen. Davon ist Iris Seebass überzeugt. Sieben Jahre hat sie an den Feinheiten für einen Fragebogen gearbeitet, der Schülern, Studenten und Auszubildenden die eigenen Kompetenzen aufzeigen soll.

Jetzt passen die Teile zusammen. Davon ist Iris Seebass überzeugt. Sieben Jahre hat sie an den Feinheiten für einen Fragebogen gearbeitet, der Schülern, Studenten und Auszubildenden die eigenen Kompetenzen aufzeigen soll. Foto: Michael Baar

Lengerich - 

Iris Seebass hat sieben Jahre an einem Kompetenzcheck-Fragebogen gearbeitet. Jetzt ist dieses Puzzle zusammengesetzt.

Von Michael Baar

Jeder Schüler hat Kompetenzen. Davon ist Iris Seebass überzeugt. Diese Fähigkeiten in die Berufsfindung zu integrieren, sei gar nicht so leicht. Dabei spielt es für sie keine Rolle, ob für einen jungen Menschen nach der siebten, achten, neunten Klasse oder dem Abitur die Entscheidung ansteht. Ebenfalls im Visier hat sie Real- und Hauptschüler, letztere „auch ohne Abschluss“, sowie Menschen, die studieren oder schon im Beruf sind.

Dabei haben es Gymnasiasten oft schwerer, den richtigen Weg zu finden. „Im Vergleich zu andern Schularten erfolgt das oft wenig planvoll.“ Eine Erkenntnis, die sie aus ihrer täglichen Arbeit in ihrer Bildungseinrichtung gewonnen hat. „Mir geht es darum, die Kompetenzen der Schüler zu entdecken.“

Das ist, so erkennt sie, leichter gesagt als getan. Nach sieben Jahren hat sie die Puzzle-Teile für ihr Konzept zusammengetragen. Herausgekommen ist ein Fragebogen, der jedem Schüler genau seine Fähigkeiten aufzeigt und den für ihn am besten geeigneten Beruf ermittelt. Davon ist die 50-Jährige überzeugt. Die individuelle Analyse münde in einer Auswertung „mit absolut authentischem Ergebnis“.

Dabei verlässt sich Iris Seebass nicht allein auf die Probanden. Im Zuge des in vier Teile gegliederten Tests holt sie auch die Einschätzung eines Elternteils ein. „Die kennen ihr Kind schließlich ziemlich gut“, sagt sie mit einem Augenzwinkern.

Ihren Klienten will sie damit helfen, vermeintlichen Hinweisschildern aus dem Weg zu gehen. Das Studienfach werde häufig in Anlehnung an beliebte Schulfächer gewählt. Dadurch würden Perspektiven eingeschränkt. Ein Studienfach werde oft gewählt, ohne sich der eigenen Interessen, Fähigkeiten und der beruflichen Perspektiven bewusst zu sein. Was dazu führe, dass ein Studium abgebrochen werde, weil die Entscheidung für das jeweilige Fach die falsche war.

Dass es viele Angebote zur Berufsfindung gibt, bestätigt sie. Mit dem von ihr entwickelten individuellen Test sollte man starten. Von der Richtigkeit dieser Aussage fühlt sie sich durch die Rückmeldungen der bisherigen Teilnehmer bestätigt. „Ausschließlich positiv“, sagt Iris Seebass. Egal, ob es verzweifelte Studenten oder in ihrem Beruf unglückliche Leute gewesen sind, die sich neue Orientierung erhofft haben. „Die Menschen können mit Sicherheit den Beruf ergreifen, der ihren Kompetenzen entspricht.“ Davon ist sie überzeugt. Dass die Klienten oft nicht wüssten, wo ihre Stärken liegen, spiele keine Rolle.

Wer nicht überzeugt sei, könne eine Studienberatung bei ihr nachschieben, sich ins Berufs-Informations-Zentrum (BIZ) der Arbeitsagentur begeben oder „was auch immer draufsatteln“. Ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Europäisches Freiwilligenjahr seien weitere Möglichkeiten, sich des eigenen Berufswunsches bewusst zu werden oder einfach mal in den erhofften Traumberuf reinzuschnuppern.

 

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