So., 10.01.2016

Neujahrskonzert der Chorgemeinschaft Mitreißendes Erlebnis

Ein imposantes Bild boten Chorgemeinschaft, Frauenchor und das Orchester Osnabrücker Musikfreunde auf der Bühne.

Ein imposantes Bild boten Chorgemeinschaft, Frauenchor und das Orchester Osnabrücker Musikfreunde auf der Bühne. Foto: Axel Engels

Lengerich - 

Großes Aufgebot in der Gempt-Halle am Samstagabend: Auf der Bühne standen die Chorgemeinschaft Lengerich, der Frauenchor Lengerich, das Orchester Osnabrücker Musikfreunde sowie die Solisten Markus Krause und Anna-Doris Capitelli. Sie alle zusammen boten ein gelungenes Neujahrskonzert.

Von Axel Engels

Es war ein musikalisches Erlebnis der ganz besonderen Art, das Neujahrskonzert der Chorgemeinschaft Lengerich am Samstagabend in der ausverkauften Gempt-Halle. Unter der versierten Leitung von Ralf Junghöfer wurde den Besuchern in der ausverkauften Gempt-Halle ein wahres „Feuerwerk der guten Laune“ geboten.

Als Gastsolisten erlebte man den Bass-Bariton Markus Krause und die Sopranistin Anna-Doris Capitelli, die mit ihrem kultivierten Gesang das Konzert um eine inspirierende Facette bereicherten. Auch der Frauenchor Lengerich bildete bei einigen Werken zusammen mit der Chorgemeinschaft ein großes Ensemble, sodass sich die Stimmfarben eindrucksvoll mischten. Für den instrumentalen Grund sorgte mit seinem wohldifferenzierten Klang das Orchester Osnabrücker Musikfreunde.

Mit welcher Kunstfertigkeit das Orchester auf das Dirigat von Ralf Junghöfer spielte, zeigte sich besonders in den Ouvertüren aus „Dichter und Bauer“ und „Die schöne Galathée“ von Franz von Suppé. Dabei bestachen die Musiker durch ihre wohl modulierte Melodiegestaltung, wobei die einzelnen Instrumentalgruppen bestens miteinander harmonierten. Mit gutem Gefühl für rhythmische Veränderungen schuf das Orchester eine jederzeit fesselnde Interpretation dieser bekannten Werke. Auch bei dem Walzer „Rosen aus dem Süden“ von Johann Strauss war man fasziniert von dem in Musik gesetzten wienerischen Charme.

Als Begleitformation für den Männerchor spielten die Musiker dann etwas zurückhaltender, um den Sängern so den Vortritt bei der gesanglichen Ausgestaltung zu lassen. Dabei war der Chor bei Operettenmelodien wie „Gold und Silber“ von Franz Lehár, dem „Zigeunerchor“ aus der Oper „Der Troubadour“ von Guiseppe Verdi sowie dem bunten Melodienreigen aus unvergessenen Liedern von George Bizet bestens zu Hause. Die Chorgemeinschaft bestach durch eine intensive und detailgenaue Ausführung.

Zusammen mit dem Frauenchor war das „Halleluja“ aus dem Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel ein mitreißendes Erlebnis. Mit großem Klang und Sinn für die dramatischen Elemente gestalteten die Sängerinnen und Sänger dieses Werk, konnten der starken Glaubensaussage jenseits des reinen Notentextes ein lebendiges Gewand verleihen. Aber auch bei der „Tritsch-Tratsch-Polka“ und dem Lied „Leichtes Blut“ von Johann Strauss genoss das Publikum die facettenreiche Umsetzung dieser lebenslustigen Werke.

Markus Krause und Anna-Doris Capitelli ließen mit ihrer leidenschaftlichen und intensiven Gesangskunst solistisch als auch im Duett gleichsam Raum und Zeit vergessen. Wenn Markus Krause das bekannte „Largo“ von Georg Friedrich Händel anstimmte, dann fühlte man seine innere Verbundenheit mit diesem dramatischen Werk. Spanisches Flair versprühte er bei dem Torero-Lied des Escamillo aus Georg Bizets Oper „Carmen“. Seine ausdrucksstarke und warm timbrierte Stimme verschmolz elegant mit der glockenklaren Stimme von Anna-Doris Capitelli beim berühmten „Reich mir die Hand mein Leben“ aus der Oper „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart, dieses innige und leidenschaftliche Duett war sicherlich einer der Höhepunkte des Konzertes.

Mit ihrer großen Bühnenpräsenz und sinnlicher Ausgestaltung konnte Anna-Doris Capitelli die Herzen des Publikums bei „Meine Lippen die küssen so heiß“ aus der Operette „Giuditta“ von Franz Lehár im Sturm erobern und selten hat man die Arie des Cherubino aus Mozarts Oper „Die Hochzeit des Figaro“ so mitreißend gehört wie von dieser exquisiten Künstlerin.

Das Neujahrskonzert schloss der Tradition der Wiener Philharmoniker folgend mit dem spritzig gespielten „Radetzkymarsch“ von Johann Strauss Vater.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

Mehr zum Thema

flohmarkt.ms Anzeigen

Schnäppchen und Angebote aus Ihrer Umgebung

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3728374?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F