Mi., 20.01.2016

Ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit Das Helfen wird vorbereitet

Nach wie vor kommen Tag für Tag viele Flüchtlinge in der Bundesrepublik an.

Nach wie vor kommen Tag für Tag viele Flüchtlinge in der Bundesrepublik an. Foto: dpa

Lengerich - 

Etwa 60 Bürger sind am Montagabend in die Stadtverwaltung gekommen. Sie wollen sich in die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit einbringen. Dafür soll in nächster Zeit ein Konzept erarbeitet werden.

Von Paul Meyer zu Brickwedde

Resonanz gut, Stimmung gut. Bärbel Rehder zeigt sich zufrieden mit der Informationsveranstaltung für Bürger, die sich ehrenamtlich in die Flüchtlingsarbeit einbringen wollen. Am Montagabend wurde in der Stadtverwaltung über das Thema gesprochen. Rund 60 Interessierte waren dabei.

Zu denen, die Neuland betreten und sich nun um die Menschen kümmern, die nach Deutschland kommen, gehört auch Rehder selbst. Jahrelang war sie für den Jugendtreff in Hohne verantwortlich. Mit Wirkung zum 11. Januar hat sie ihren Arbeitsplatz gewechselt, ist seit diesem Tag für die Flüchtlingsarbeit der Stadt verantwortlich.

Zunächst einmal gehe es vor allem ums Koordinieren und Organisieren, meint die Lengericherin. Das sagt sie zum einen mit Blick auf die freiwilligen Helfer, deren Engagement geplant und in richtige Bahnen gelenkt werden muss. Das sagt sie aber auch, weil jetzt noch die Zeit zum Koordinieren und Organisieren ist.

Die Flüchtlinge, für die die Stadt derzeit verantwortlich ist, werden vor allem vom Verein Flüchtlingshilfe betreut. Dafür reichen dessen Kapazitäten noch, erklärt Rehder. Da aber in den kommenden Wochen und Monaten damit gerechnet wird, dass viele weitere Flüchtlinge nach Lengerich kommen, gelte es jetzt die Strukturen aufzubauen, die dann benötigt würden.

Ergebnisse gab es Rehders Worten zufolge einige am Montag: So wird eine Kartei angelegt, in der die Kontaktdaten der Helfer, deren Fähigkeiten und Interessen aufgelistet sind. Vorgesehen sei zudem der Aufbau verschiedener Gruppen. Aufgaben-Schwerpunkte dürften zum Beispiel Sprachunterricht, Fahrdienste, Handwerkliches oder auch Hausaufgabenbetreuung sein. Da jedoch noch vieles im Vagen sei, könne sie noch nicht sagen, wie schnell all das konkret werde, betont Rehder. Die Motivation sei indes zweifellos groß unter den Ehrenamtlichen. „Die wollen loslegen.“

Gerade nach den Ereignissen von Köln zeige die große Zahl der Mitwirkenden und deren Einsatz, „dass doch sehr viele zu differenzieren wissen“, glaubt die Flüchtlingsarbeiterin. Sie wünscht sich, dass sich die Bürger bald auch auf der Internetseite der Stadtverwaltung unter einem gesonderten Unterpunkt regelmäßig über die Flüchtlings-Situation in Lengerich informieren können.

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