Do., 21.01.2016

633 mehr Einwohner Die Stadt wächst

 

  Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Lengerich - 

Lengerich hat, Stand Ende Dezember, über 23 000 Einwohner. Ein deutliches Plus im Jahresvergleich. Verantwortlich dafür ist der Zuzug von Flüchtlingen und Bürgern aus EU-Staaten.

Von Michael Baar

Im vergangenen Jahr ist die Einwohnerzahl Lengerichs sprunghaft gestiegen. Das Plus von 633 Personen (auf 23 119) resultiert nicht aus den Vorzügen der Stadt. Zum einen gehen die in der Erstunterkunft im Berufskolleg lebenden Flüchtlinge in die Einwohnerzahl ein. Zum anderen sind rund 400 Neubürger aus EU-Staaten neu mit erstem Wohnsitz in Lengerich gemeldet.

Ob es sich dabei um Zuzüge von Familienmitgliedern handelt? Ludger Dierkes hat den Eindruck, dass es sich „eher um Einzelpersonen handelt“. Der Leiter des Fachdienstes Sicherheit und Ordnung in der Stadtverwaltung vermutet, dass Lengerich lediglich Schlafort dieser Menschen ist. „Es ist davon auszugehen, dass sie in Lengerich, eher noch in der Umgebung, einen Arbeitsplatz haben.“

Ein Indiz ist für ihn die deutliche Zunahme von Einwohnern mit bulgarischer oder rumänischer Staatsangehörigkeit. Ende vergangenen Jahres sind in Lengerich 401 Rumänen gemeldet. Die zweitgrößte Gruppe mit einer nicht-deutschen Staatsangehörigkeit. 157 bulgarische Bürger bilden das sechstgrößte Kontingent.

Ohne die Zuzüge ausländischer Mitbürger wäre die Einwohnerzahl der Stadt im vergangenen Jahr gegenüber 2014 um 128 Personen gesunken. „Da geht es Lengerich ähnlich wie vielen anderen Kommunen“, stellt Ludger Dierkes fest.

Die wichtigsten Aufgaben aus seiner Sicht, nicht nur mit Blick auf die Flüchtlinge: „Wohnraum schaffen und die Integration fördern.“ Eine Herkulesaufgabe, auch wenn er es so nicht formuliert. Dafür lässt der Fachdienstleiter an einem Punkt keinen Zweifel aufkommen: „Ohne Ehrenamt ist das alles nicht zu regeln.“

In Lengerich ist das Thema Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern am Montagabend Thema einer Informationsveranstaltung gewesen (WN berichteten). Ein denkbarer Ansatz ist für Ludger Dierkes „eine Art Ehrenamts-Börse“. Jeder, der mithelfen möchte, gibt sinnbildlich gesprochen seine Fähigkeiten in einen Topf. Daraus könne man dann ziehen, was gerade erforderlich ist und diejenigen, die sich dafür gemeldet haben, ansprechen, ob sie zu ihrem ehrenamtlichen Angebot stehen.

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