Mi., 27.01.2016

Günstiger Kraftstoff Sinkende Preise steigern die Stimmung

 

  Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Lengerich - 

Das Tanken ist so günstig wie lange nicht. Offenbar schlägt sich das auf die Stimmung der Autofahrer nieder. Diesen Rückschluss lässt eine Umfrage an den Lengericher Tankstellen zu.

Von Jendrik Peters, Paul Meyer zu Brickwedde

Die Kraftstoffpreise kennen derzeit offenbar nur eine Richtung: nach unten. Seit Mitte vergangenen Jahres ist das so. Und ein Ende dieser Tiefphase ist nach Expertenmeinung nicht in Sicht. Eigentlich Grund genug für Autofahrer, mit einem Lächeln auf den Lippen an den Zapfsäulen vorzufahren. Ist das in der Realität so, wollten die WN wissen und fragten bei den örtlichen sechs Tankstellen nach.

Für Kirstin Scholz von der Classic-Tankstelle in Hohne ist die Sache eindeutig: „Die Leute sind definitiv freundlicher, wenn der Sprit so günstig ist.“ Ähnlich wird es an vier weiteren Tankstellen gesehen: Brigitte Niemeyer von der Nitrol-Tankstelle an der Schulstraße spricht zum Beispiel von „gut gelaunter“ Kundschaft. Und Arnd Beckmann vom BSB Benzinkontor im Gewerbegebiet Lohesch erzählt von einer „sehr entspannten“ Atmosphäre. Einzig Wendel Schulte, Pächter der Shell-Tankstelle im Teutopark, kann von derlei positiven Reaktionen nicht berichten. Vielleicht liegt es daran, dass viele seiner Kunden von der Autobahn kommen, die „persönliche Note“ somit meist fehlt. Kleiner Trost: Bei hohen Preisen – das wird auch von manch anderer Tankstelle berichtet – gebe es ab und an Schelte, das finde aktuell nicht statt.

Niedrige Preise, hohe Umsätze. Dass diese Gleichung nicht zwangsläufig zutreffen muss, erklärt Michael Sprehe (Aral, Osnabrücker Straße). Der Januar sei bekanntermaßen eher schwach, sagt er. Die Ausgaben für Weihnachten zum Jahresende und Versicherungsrechnungen zum Jahresanfang vermutet er als Gründe. Selbst jetzt, auf einem fast historisch günstigen Niveau, sei das nicht anders. Und für ihn und die Berufskollegen bleibe der Anteil, der pro Liter verdient wird, ohnehin der gleiche „Seit Jahren gibt es 1,1 Cent.“

Kein einheitliches Stimmungsbild gibt es bei einer anderen Frage. Jochen Nassmacher sagt: „Wir merken schon, dass die Kunden öfter volltanken, wenn der Sprit so günstig ist. Ich würde sagen, die Leute tanken zwischen fünf und zehn Prozent mehr als normal.“ Michael Sprehe hingegen meint, dass zu Beginn der Tiefpreisphase vermehrt die Tanks komplett befüllt worden seien, inzwischen aber wieder alles weitgehend beim Alten sei. Offenbar gingen die Autofahrer davon aus, dass für den Liter in absehbarer Zeit nicht wieder wesentlich mehr zu bezahlen ist.

Dazu passt auch die Aussage aller Tankstellen-Mitarbeiter, dass Kunden, die nicht nur den Autotank, sondern auch noch Kanister befüllen, selten sind. Wer zu dieser Kategorie gehört, sollte eines beachten: „In Deutschland darf in Privatfahrzeugen die Gesamtmenge von 60 Liter je Reservebehälter nicht überschritten werden“, so der ADAC. Aus Sicherheitsgründen empfehle es sich aber, nicht mehr als zehn Liter mitzunehmen.

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