Fr., 05.02.2016

Unternehmertag am 17. Februar Fachkräfte orientieren sich an Standort-Marke

Professor Dr. Sebastian Zenker ist Autor sowie Berater für Städte und Kommunen im In- und Ausland.

Professor Dr. Sebastian Zenker ist Autor sowie Berater für Städte und Kommunen im In- und Ausland. Foto: #1EA.jpg

Lengerich - 

Jede Stadt/Region hat eine Marke – ob sie will oder nicht. Davon ist Dr. Sebastian Zenker, Professor für Stadtmarketing an der Copenhagen Business School (Dänemark), überzeugt. Er forscht vor allem über Städte und Regionen als Marken und deren Markenmanagement. Dabei stehen vor allem partizipative Ansätze im Fokus. Darüber wird er beim Unternehmertag am 17. Februar in der Gempt-Halle referieren.

In seinem Vortrag „Die Stadt/Region als Marke“ gehe es nicht um ein Logo oder einen Slogan, sondern um die Assoziationen und das Wissen über den Ort, das die Menschen im Kopf haben. „Entweder wir lassen das ungenutzt und ungelenkt, oder wir nutzen das Potenzial, das es bietet, für die Stadt und die Region“, sagt der Referent. Beim Unternehmertag wird er laut Pressemitteilung der Stadtverwaltung drei Thesen erläutern:

► Eine Standort-Marke bietet Identifikation und Stolz. Der Herkunftsort ist maßgeblicher Bestandteil der Identität. Das gilt für Einzelpersonen – aber auch für Unternehmen.

► Eine Standortmarke kann auch für Produkte hilfreich sein: Es gibt viele Beispiele, dass der sogenannte „Place-of-Origin“ eine positive Auswirkung auf Konsumenten hat – beispielsweise der momentane Trend zu regionalen Agrarprodukten.

► Eine Standortmarke ist entscheidend für den Kampf um qualifizierte Fachkräfte.

Sebastian Zenker betont, dass Marken von Städten und Regionen anders sind als bei „normalen“ Produkte. Im klassischen Produktmarketing werde die Kernbotschaft auf eine spezifische und konkrete Aussage verdichtet. „Im Stadtmarketing funktioniert das nicht. Hier geht es um das Markenmanagement von Komplexität“, stellt der Experte fest.

Wie man eine Vielfalt an positiven Themen und konkreten Gegebenheiten einer Stadt oder Region verdichtet und Prioritäten setzt, wird Sebastian Zenker beim Unternehmertag erklären. „Es geht darum, die Komplexität auf eine handhabbare Größe zu reduzieren, ohne sie zu eliminieren.“ Ein gutes Standortmarketing kann nach seiner Überzeugung nur funktionieren, wenn auch die Unternehmen als Markenbotschafter gewonnen werden.

Leserkommentare

Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Nur eine Abstimmung möglich!

Ihre Bewertung wurde geändert.

  • Derzeit 0 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 0/5

1 Stern = überhaupt nicht gut; 5 Sterne = hervorragend

Google-Anzeigen

flohmarkt.ms Anzeigen

Schnäppchen und Angebote aus Ihrer Umgebung

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3787267?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F