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Sa., 20.02.2016

Planungen für TWE-Gleise werden konkreter Im Juli soll´s losgehen

Signalisieren freie Fahrt für die Teutoburger Wald Eisenbahn zwischen Ibbenbüren und Versmold: Dr. Rolf Westheider (rechts) und Josef Högemann (links) vom Aktionsbündnis pro TWE sowie Kai-Uwe Ebert, Geschäftsführer der Lappwaldbahn Service GmbH. Im Hintergrund ein Bild vom Bau der Bahn im Jahr 1900.

Signalisieren freie Fahrt für die Teutoburger Wald Eisenbahn zwischen Ibbenbüren und Versmold: Dr. Rolf Westheider (rechts) und Josef Högemann (links) vom Aktionsbündnis pro TWE sowie Kai-Uwe Ebert, Geschäftsführer der Lappwaldbahn Service GmbH. Im Hintergrund ein Bild vom Bau der Bahn im Jahr 1900. Foto: Michael Baar

Tecklenburger Land - 

Im Juli könnten die ersten Sanierungsarbeiten auf der TWE-Strecke Ibbenbüren-Versmold anlaufen. Mit den erforderlichen Sicherungsmaßnahmen an Brücken - fast überall fehlen Geländer – will die Lappwaldbahn nicht so lange warten.

Von Michael Baar

Für sein Unternehmen sei die Strecke in erster Linie eine Güterbahn. Das Transportpotenzial auf dem Abschnitt zwischen Ibbenbüren und Versmold erlaubt den wirtschaftlichen Betrieb. „Sonst hätten wir den Schienenstrang nicht gekauft“, sagt der Geschäftsführer der Lappwaldbahn Service GmbH (LWS).

Mit den Unternehmen Bergschneider (Ibbenbüren) und Kröner Stärke (Bocketal) gebe es Absichtserklärungen bezüglich Jahresmengen von bis zu 200 000 beziehungsweise 100 000 Tonnen. Und das soll erst der Anfang sein. Auf Nachfrage der WN bestätigt Kai-Uwe Ebert am Freitagmorgen in Bad Laer, dass Gespräche mit weiteren potenziellen Kunden laufen.

Bevor die ersten Güterwagen rollen, muss der Schienenstrang instandgesetzt werden. Fördermittel sind beantragt. Im Mai, so schätzt der LWS-Geschäftsführer, könnten Zuwendungsbescheide eintreffen. Im Juli könnte mit den ersten Arbeiten begonnen werden. Der Haken an der Sache: Die entsprechenden Fördertöpfe seien für 2016 zusammengestrichen worden. „In diesem Jahr ist die beantragte Summe größer als die zur Verfügung stehenden Gelder“, erklärt er.

Leer ausgehen werde die Lappwaldbahn nicht. Davon ist er überzeugt und verweist auf das „hohe Ansehen im Eisenbahn-Bundesamt“. Eine wichtige Voraussetzung, um gefördert zu werden, hat das Unternehmen bereits erfüllt: Die Ausgliederung des Gleisbaus in die 100-prozentige LWS-Tochter Lappwaldbahn Gleisbau.

Was sich der Geschäftsführer anders wünschen würde, sind die Prioritäten bei der Vergabe der Fördermittel. Weil Brücken und Dämme am teuersten seien, würden die ans Ende der Förderliste rücken. „Priorität hat: Wer am günstigsten baut, erhält als erster Geld.“ Mit dem eigenen Gleisbau sieht er die LWS gut aufgestellt.

Auch bei Brücken und Dämmen – „Da haben wir den größten Bedarf“ – sieht er eine Chance. Der Großteil der Bauwerke und einer von zwei Dammrutschen liegen in Niedersachsen. Just in diesem Bundesland gibt es dafür ein gesondertes Förderprogramm.

Insgesamt rechnet die Lappwaldbahn für die „durchgehende Ertüchtigung“ der 50 Kilometer langen Strecke zwischen Ibbenbüren und Versmold mit einem Investitionsvolumen von bis zu elf Millionen Euro. „Den Eigenanteil bringen wir aus Eigenmitteln auf“, ergänzt Kai-Uwe Ebert auf Nachfrage. Das Sanierungsprogramm ist auf sieben Jahre ausgelegt. „Dann wird jede Schwelle neu sein, die Achslast bei 22,5 Tonnen liegen und die Güterzüge mit maximal 50 Stundenkilometern unterwegs sein.“

Dieses Tempo-Limit gilt auch für den „Teuto-Express“. Der historische Dampfzug ist für den LWS-Geschäftsführer als Tourismusangebot ein Pluspunkt. Zur Landesgartenschau 2018 in Bad Iburg soll ein Zubringerverkehr rollen. Kai-Uwe Ebert spricht von regelmäßigen Fahrten im Sommer, dem Tourismusverkehr als „schönes Zubrot“ und will dem Verein Eisenbahn-Tradition Lengerich als Betreiber einen „auskömmlichen Preis“ für die Nutzung des Schienenstrangs anbieten.

Josef Högemann ist begeistert ob dieser Mitteilungen. „Wir sind angekommen, wo wir hin wollten“, sagt das Mitglied des Aktionsbündnis pro TWE. Eine Zukunftsoption für die Teutoburger Wald Eisenbahn erhalten.

Kai-Uwe Ebert sieht sich veranlasst, auf die Euphoriebremse zu treten. Er spricht von einem langen Weg, der zu gehen sei. „Wir sind keine Samariter“, der Hinweis ist ihm ebenfalls wichtig. Schließlich agiere die LWS nicht als Sponsor, sondern wolle auf der Strecke Geld verdienen.

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