Sa., 27.02.2016

ThiK spielt „Der Gott des Gemetzels“ Bürgerliche Fassaden zerbrechen

Eigentlich geht es beim Treffen der Eltern von Bruno und Ferdinand um einen Streit zwischen den Jungen. Doch das Aufeinandertreffen wird für die Erwachsenen zum Desaster.

Eigentlich geht es beim Treffen der Eltern von Bruno und Ferdinand um einen Streit zwischen den Jungen. Doch das Aufeinandertreffen wird für die Erwachsenen zum Desaster. Foto: Gitta Brockmann

Lengerich - 

„Der Gott des Gemetzels“ ist ein Bühnenwelterfolg und wurde auch schon verfilmt. Nun nimmt sich das Theater in der Klinik des Stücks an. Premiere ist am 20. März.

Im „Theater in der Klinik“, kurz ThiK, gibt es zum ersten Mal Theater über Ostern. Am Sonntag, 20. März, hat Yasmina Rezas Welterfolg „Der Gott des Gemetzels“ um 20 Uhr im Festsaal der LWL-Klinik Premiere. Weitere Vorstellungen sind für Karfreitag, 25. März, Karsamstag, 26. März und Ostermontag, 28. März, geplant. Beginn ist jeweils um 18 Uhr

„Wir glauben, dass gerade dieses Stück gut zu den Ostertagen passt“, meint Karlheinz Arndt, der auch diese Produktion des ThiK betreut. Das Erfolgsstück der französischen Autorin sei nicht nur eine rasante Komödie, es habe psychologische Tiefe und zeichne sich durch gesellschaftskritische Ambitionen aus.

Die Handlung lässt kurz zusammenfassen. Der elfjährige Ferdinand hat dem gleichaltrigen Bruno zwei Zähne ausgeschlagen. Die Eltern der beiden Jungen treffen sich, um die Sache gütlich zu klären – es wird ein Desaster für alle vier.

Was als höflicher Smalltalk beginnt, entartet zum nicht nur verbalen Schlagabtausch. Bald liegen bei allen vier Akteuren die Nerven blank, brechen verdrängte Konflikte auf und am Ende ist nichts mehr übrig von der gepflegten Fassade bürgerlicher Harmonie.

„Die vier Rollen haben wir mit erfahrenen ThiK-Akteuren besetzen können“, erzählt Gitta Brockmann. Selbst seit über 15 Jahren aktives Ensemble-Mitglied, hat sie dieses Mal die Regie übernommen. Jörg Teckenbrock und Ute Hilder sind die Eltern des malträtierten Bruno und die Gastgeber der Aussprache, während Peter Schnepper und Kathrin Ehmann sich für ihren rabiaten Sohn Ferdinand rechtfertigen müssen.

Bislang konnte nur im Wohnzimmer der Regisseurin geprobt werden, erst in der nächsten Woche beginnen die Bühnenproben im Festsaal. Dennoch zeigen sich alle fünf mit dem Erreichten hoch zufrieden. „Es macht ungeheuren Spaß, sich mal so richtig zu fetzen“, so das gemeinsame Fazit der Akteure.

Den Kartenvorverkauf für die vier Vorstellungen haben die Buchhandlung Oberhellmann in Lengerich, EP: Bünemann in Lienen und der Salon Becks in Tecklenburg übernommen.

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