So., 20.03.2016

321 Mal Alarm für die Feuerwehr Einsatzzahlen auf Rekordhöhe

Mit Ehrennadeln des Feuerwehrverbandes sind Eckhard Fath (Mitte) für 50 Jahre Mitgliedschaft und Detlef Lagemann (2. von rechts) und Hubert von der Wöste (3. von rechts, beide 40 Jahre Mitglied) vom stellvertretenden Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier (rechts), Bürgermeister Wilhelm Möhrke, Thorsten Budzinski (stellvertretender Wehrführer) und Wehrführer Hartwig Hübner (von links) bei der Jahreshauptversammlung ausgezeichnet worden.

Mit Ehrennadeln des Feuerwehrverbandes sind Eckhard Fath (Mitte) für 50 Jahre Mitgliedschaft und Detlef Lagemann (2. von rechts) und Hubert von der Wöste (3. von rechts, beide 40 Jahre Mitglied) vom stellvertretenden Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier (rechts), Bürgermeister Wilhelm Möhrke, Thorsten Budzinski (stellvertretender Wehrführer) und Wehrführer Hartwig Hübner (von links) bei der Jahreshauptversammlung ausgezeichnet worden. Foto: Michael Baar

Lengerich - 

Rekordzahlen was die Einsatzhäufigkeit betrifft hat die Freiwillige Feuerwehr Lengerich im vergangenen Jahr registriert. Kein Einzelfall. Auch die Rettungswache ist so oft um Hilfe gerufen worden, wie nie zuvor.

Von Michael Baar

Hartwig Hübner spricht von einem „ganz besonderen Jahr“ beim Rückblick auf 2015. Mit 321 Einsätzen verzeichnet die Freiwillige Feuerwehr Lengerich so viele Alarmierungen wie noch nie. Selbst wenn man 112 Unwettereinsätze abziehe, liege die Zahl von 209 Einsätzen deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre, erläutert der Wehrführer.

Von dieser Entwicklung ist die Feuerwehr nicht allein betroffen. Auch der Rettungsdienst wird öfter gerufen. 4710 Einsätze mit dem Rettungswagen, 2012 Fahrten mit dem Krankentransportwagen, 1502 Notarzt-Einsätze sowie 592 Fehlalarmierungen addieren sich auf 6722 Einsätze.

Die mit der Umstellung der hausärztlichen Versorgung an Wochenenden erhoffte Reduzierung der Einsatzzahlen sieht er deutlich verfehlt. Als „absolute Notwendigkeit“ bezeichnet Hartwig Hübner den zum 1. Januar 2015 erfolgten Einsatz eines zweiten Rettungswagens im Tagesdienst an Werktagen von 8 bis 20 Uhr.

Die Fahrzeuge sind das eine, das Personal eine andere Geschichte. Die Ausbildung im Rettungsdienst ist zum 1. Oktober 2015 neu strukturiert worden. Mit der Folge, dass an der Fachschule in Rheine die Zahl der Absolventen zurückgegangen ist. Derzeit werden elf Notfallsanitäter ausgebildet. „Bei sieben Wachen im Kreis kann man sich ausrechnen, wo die bleiben“, stellt der Wachleiter nüchtern fest.

Auch bei der Feuerwehr gibt es immer wieder mal Engpässe in Sachen Weiterbildung. Über 500 Kameraden haben im vergangenen Jahr kreisweit Lehrgänge besucht. Für das laufende Jahr, so berichtet der stellvertretende Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier, lägen über 800 Anmeldungen vor. Man müsse überlegen, ob statt der Wochenend-Ausbildung auch Wochenkurse angeboten werden sollten.

Mit 99 Mitgliedern in der aktiven Wehr, darunter sechs Frauen, ist die Lengericher Wehr gut aufgestellt. Doch Hartwig Hübner schränkt ein, dass nicht immer alle zu Einsätzen kämen. 80 Mitglieder, die ständig einsatzbereit wären, seien ihm lieber als 100, von denen einige kaum kämen.

Im Jahresverlauf ist die Mitgliederzahl von 169 auf 174 Frauen, Männer und Jugendliche gestiegen. 24 Musikbegeisterte sind im Spielmannszug aktiv, elf Mitglieder zählt die Jugendfeuerwehr und 40 Mitglieder die Ehrenabteilung.

Nach den kurzen, aber prägnanten Abteilungsberichten erhielten 25 Mitglieder ihre Beförderungsurkunden ausgehändigt.

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