Anzeige

So., 16.07.2017

Ungewöhnliche Übung 100 Helfer im und am Eisenbahntunnel

Im Eisenbahntunnel wurde unter anderem die Rettung einer Person trainiert, die einen Stromschlag erlitten hat.

Im Eisenbahntunnel wurde unter anderem die Rettung einer Person trainiert, die einen Stromschlag erlitten hat. Foto: NWM-TV

Lengerich - 

Zig Züge fahren Tag für Tag durch den Lengericher Eisenbahntunnel. In der Nacht von Freitag auf Samstag rollte für kurze Zeit keine Lok und kein Waggon. Gelegenheit für Feuerwehr und THW für den Ernstfall zu üben.

2011 hatte es schon einmal eine Großübung gegeben, nun trainierte die Feuerwehr im Lengericher Eisenbahntunnel erneut für den Ernstfall. Mit dabei waren neben örtlichen Einsatzkräften auch freiwillige Helfer aus Tecklenburg, Lienen und Ladbergen sowie vom THW.

Sie alle waren in der Nacht von Freitag auf Samstag auf den Beinen. Der Zeitkorridor von rund zwei Stunden war in Absprache mit der Deutschen Bahn und mit Rücksicht auf den Zugverkehr vereinbart worden. Drei wesentliche Punkte sollten getestet werden. Bei der technischen Hilfeleistung ging es um die Rettung einer Person. Zudem wurden die Funkverbindung und die Belüftung des Tunnels erprobt.

Die drei Wehren aus den Nachbarkommunen kümmerten sich um die Belüftung. Ergebnis: Sie ist nicht optimal gewährleistet, an dem Thema soll weiter gearbeitet werden. Das Technische Hilfswerk sorgte für ausreichend Licht im und am Tunnel. Beim Aufbau einer Funkverbindung klappte es besser als bei der Lüftung, aber auch daran wollen die Verantwortlichen weiter feilen, um für den Ernstfall gegebenenfalls gut vorbereitet zu sein.

Die Lengericher Feuerwehrleute waren es, die bei der Personenrettung gefragt waren. In der 582 Meter langen Röhre erwartete sie folgendes Szenario: Bei Wartungsarbeiten hat eine Person auf einer Leiter einen Stromschlag bekommen. Dieser Mensch musste von der Leiter gerettet und aus dem Tunnel gebracht werden.

Aufgrund des kleinen Zeitfensters hatte das THW bereits um 0.15 Uhr mit den Aufbauarbeiten begonnen. Die restlichen Einsatzkräfte konnten um kurz nach 2 Uhr auf die Schienen und in den Tunnel einrücken. Etwa 100 Helfer waren insgesamt vor Ort. Im Anschluss fand im Lengericher Feuerwehrhaus eine Nachbesprechung statt.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

karriere.ms Anzeigen

Ihr Jobportal für unbefristete und befristete Stellenangebote aus dem Münsterland

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5014761?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F