Sa., 01.07.2017

Lengerich dabei beim Projekt „Lebensräume“ Das Wohnen der Zukunft

Lengerich aus der Vogel-Perspektive: Das Projekt „Lebensräume“ will Antworten darauf geben, wie in Zukunft in der Stadt gewohnt werden sollte.

Lengerich aus der Vogel-Perspektive: Das Projekt „Lebensräume“ will Antworten darauf geben, wie in Zukunft in der Stadt gewohnt werden sollte. Foto: Stadt Lengerich

Lengerich - 

Wissenschaftler von drei Instituten werden sich bis 2020 mit der Wohnsituation der Lengericher befassen. Die Kommune ist Teil des Projektes „Lebensräume“. Mit dem sollen Antworten auf zentrale Fragen zu Gebäudenutzungen und -sanierungen oder auch Klimaschutz gegeben werden sollen.

Von Paul Meyer zu Brickwedde

Wissenschaftler werden sich in den kommenden drei Jahren intensiv mit der Frage befassen, wie die Lengericher in ihrer Stadt wohnen. „Lebensräume“ heißt das Projekt, an dem die Kommune zusammen mit vier anderen im Kreis teilnimmt. Am Ende könnten Ideen und Empfehlungen stehen, wie mit dem Thema in Zukunft umgegangen werden sollte, damit die Menschen, das Klima und die Stadt als Ganzes profitieren.

Beteiligt sind an dem Vorhaben, das vom Bundesforschungsministerium gefördert wird, neben dem Kreis und den fünf Gemeinden und Städten der beim Kreis ansässige Verein „Energieland 2050 – Haus im Glück“ sowie das Öko-Institut – das hat auch die Federführung –, das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) und das Institut für Energie und Umweltforschung (Ifeu). Analysiert werden sollen die Bevölkerungsentwicklung, der Wohnungsmarkt, der Gebäudebestand, die zur Verfügung stehenden Wohnflächen und der energetische Zustand. Aber bei Befragungen wollen die Beteiligten von Bürgern auch erfragen, wie groß deren Wohnzufriedenheit ist oder wie groß die Umzugsbereitschaft. An Workshops, in denen beispielsweise Erfahrungsberichte vorgestellt werden, ist ebenfalls gedacht. „Im Zentrum steht die Frage, wie Wohnraum in diesen Gebieten aufgewertet, effizienter genutzt und stärker an Nutzerbedürfnissen orientiert werden kann“, heißt es beim ISOE.

Beispielhaft genannt wird die ältere Dame, deren Kinder aus dem Haus sind und die nun Probleme bekommt, das Eigenheim samt Garten in Schuss zu halten, zu nutzen und barrierefrei zu gestalten. Ist es in einem solchen Fall möglich eine Einliegerwohnung zu schaffen und mit den Mieteinnahmen auch die energetische Sanierung anzugehen? Oder aber, wenn das nicht funktioniert, der Frau bei der Suche nach einer passenden Stadtwohnung zu helfen, um das Haus dann an eine Familie weiter zu veräußern?

Beratungsangebote könnten dabei Finanzierungsfragen ebenso in den Blick nehmen wie die Sorgen gerade bei älteren Menschen, wenn es um eine Veränderung der Wohnsituation geht. Begleitend untersuchen wollen die Wissenschaftler unter anderem die Auswirkungen auf den Treibhausgasausstoß und den Flächenverbrauch.

Bei alldem ist es nicht Sinn, die für Lengerich erarbeiteten Ergebnisse allein vor Ort zu nutzen und vorzustellen. Es wird darüber hinaus auch an einen Austausch mit anderen Kommunen gedacht.

Die Arbeiten an dem Projekt haben bereits begonnen. Etwa ab Herbst werden die Wissenschaftler auch vor Ort in Lengerich sein.

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