Sa., 16.09.2017

Prozess gegen mutmaßliche Einbrecher Tatorte in ganz Deutschland

 

  Foto: dpa

Lengerich/Münster - 

Sie sollen in ganz Deutschland aktiv gewesen sein und auch in Lengerich ihr Unwesen getrieben haben. Seit Freitag müssen sich vor dem Landgericht Münster drei Männer wegen einer Einbruchsserie verantworten.

Von Hans Ewald

Verschlossene Fenster oder Terrassentüren waren für die Kriminellen kein Hindernis. Mit brachialer Gewalt drangen sie in Wohnhäuser ein und entwendeten Gold, Geld und Schmuck. 48 Einbrüche und Einbruchsversuche werden einem Trio aus Hamm vorgeworfen. Tatort war laut Anklage auch Lengerich. Am Freitag hat der Prozess begonnen.

In ihren Ausführungen sagte die Staatsanwältin, dass sich spätestens im Dezember 2016 zwei 24 und 42 Jahre alte Albaner zusammengetan haben, um Wohnungseinbrüche in der gesamten Bundesrepublik zu begehen. Dazu fuhren sie in den Abendstunden mit einem Pkw Wohngebiete mit guter Autobahn-Anbindung an. Zu Fuß begaben sie sich dann in die Wohngebiete.

Später weihten die beiden dann den Dritten im Bunde, einen Italiener, in ihre Pläne ein. Der 47-Jährigen schloss sich ihnen an. Ihm kam die Aufgabe zu, mit seinem Auto die beiden Männer zu den Einbruchsorten zu fahren und wieder abzuholen.

Am Abend des 27. Januar 2017 brachen die Angeklagten in Lengerich in vier Wohnhäuser ein, so die Staatsanwältin. Nachdem sie in einem der Gebäude das Fenster aufgehebelt hatten, durchsuchten sie die ganze Wohnung. Mit einer vorgefundenen Axt öffneten sie im Schlafzimmer einen Wandtresor, und mittels einer Spitzhacke die darin befindliche Geldkassette mit Schmuck und einer geringen Menge Feingold. Ganz ähnlich soll es bei einer weiteren der Taten in Lengerich abgelaufen sein. Die Beute diesmal: Schmuck und 3000 Euro in bar. Der geöffnete Tresor wurde am nächsten Tag in der Nähe auf einer Pferdekoppel gefunden.

Gleich am darauffolgenden Tag ging es in Greven weiter. Den dicksten Coup soll das Trio Anfang 2017 aber bei Beutezügen in Lotte gelandet haben. Auf 50.000 Euro wurde der Wert der Beute dort beziffert.

Festgenommen wurden die Männer schließlich auf der A9 in Bayern, nach einem Einbruch im Schweitenkirchen unweit von München. Der Gesamtwert ihrer Beute wird auf knapp 250.000 Euro geschätzt.

Der Prozess wird fortgesetzt.

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