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Do., 12.10.2017

LWL-Klinik Lengerich Pflegekräfte: Wertschätzung muss steigen

Mitarbeiter aus Altenheimen, Beratungsstellen und Kliniken sowie Betreuer und pflegende Angehörige nahmen am „Gerontopsychiatrischen Dialog“ teil.

Mitarbeiter aus Altenheimen, Beratungsstellen und Kliniken sowie Betreuer und pflegende Angehörige nahmen am „Gerontopsychiatrischen Dialog“ teil. Foto: lwl/Schäfer

Lengerich - 

Das „Altersparadox“ war ein Thema beim gerontopsychiatrischen Dialog in der LWL-Klinik Lengerich. Weiterer Punkt, der angesprochen wurde, war die geringe Wertschätzung der Arbeit, die von den Pflegekräften geleistet wird.

Obwohl die persönliche Situation älterer Menschen von außen betrachtet bisweilen sehr schwierig sei, bestehe ein hohes subjektives Wohlbefinden bei den Senioren selbst. In Studien sei dieses „Altersparadox“ nachgewiesen worden. Letzteres, heißt es in einem Pressetext, sei das zentrale Thema des fünften Gerontopsychiatrischen Dialogs in der LWL-Klinik Lengerich gewesen.

„In der täglichen Arbeit sehen wir viele ermutigende Beispiele, welche Entwicklungsmöglichkeiten ältere Menschen in Krankheits- und Krisensituationen haben. Es gibt auch im Kreis Steinfurt eine Vielzahl von Initiativen, die diese fördern. Einige haben wir vorgestellt“, so Dr. Susanne Biermann, Chefärztin der Abteilung Gerontopsychiatrie in der LWL-Klinik Lengerich, in einem Pressebericht. Sie hatte zusammen mit Pflegedienstleiter Stephan Bögershausen eingeladen. Mitarbeiter aus Altenheimen, Beratungsstellen und Kliniken sowie Betreuer, pflegende Angehörige und interessierte Gäste hörten Vorträge und tauschten sich aus.

Professor Rüdiger Nölle von der Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld ging den Fragen nach: Was ist eigentlich Alter? Was ist Wohlbefinden? Was ist Wohlbefinden im Alter? Das Wohlbefinden von älteren Menschen trotz „Altersparadox“ auch objektiv zu fördern, könne nur gelingen, wenn die Pflegenden sich selbst in ihrer Arbeit wohlfühlten, wir er zitiert.

Auch Projekte wurden im Rahmen des Treffens vorgestellt. So sprach Marco Schäfer aus der Lengericher Klinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) über die „Familiale Pflege“: Pflegende Angehörige erfahren Begleitung nach der Entlassung eines Patienten aus der Klinik.

Große Einigung habe darüber bestanden, dass das Berufsbild der Pflege dringend diejenige Wertschätzung benötige, die es in anderen europäischen Ländern bereits bekomme. Da seien auch die Politiker in hohem Maße gefordert.

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