Fr., 13.10.2017

Sprengung des ehemaligen Dyckerhoff-Kalkwerks Lauter Knall als Schlusspunkt

Das ehemalige Kalkwerk auf dem Werksgelände der Firma Dyckerhoff soll am 3. November gesprengt werden. Vor neun Jahren war die Anlage (im roten Kreis) stillgelegt worden.

Das ehemalige Kalkwerk auf dem Werksgelände der Firma Dyckerhoff soll am 3. November gesprengt werden. Vor neun Jahren war die Anlage (im roten Kreis) stillgelegt worden. Foto: Dyckerhoff

Lengerich - 

Am 3. November soll das ehemalige Kalkwerk auf dem Dyckerhoff-Gelände gesprengt werden. Eine Informationsveranstaltung für die Nachbarn ist vorgesehen.

Von Michael Baar

Mit einem lauten Knall soll am 3. November das ehemalige Kalkwerk auf dem Werksgelände Dyckerhoff in Lengerich endgültig Vergangenheit sein. Für diesen Tag ist die Sprengung des in den 1960er Jahren in Betrieb genommenen Gebäudes vorgesehen. 2008 war das Werk stillgelegt worden.

Die Abbruchgenehmigung liegt nach Angaben des Unternehmens seit dem 19. September vor. Die Sprengung des alten Werkes wurde für den Abbruch gewählt, weil „Mitarbeiter, Anwohner und die Umwelt deutlich weniger und kürzer belastet werden aus durch eine monatelange, lärm- und staubintensive Demontage“, heißt es in einem Informationsblatt von Dyckerhoff.

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Die Nachbarn sind am Donnerstag, 19. Oktober, um 17.30 Uhr zum Informationsgespräch im Verwaltungsgebäude eingeladen.

Das ehemalige Kalkwerk ist rund 40 Meter breit und bis zu 45 Meter hoch. Neben einer Ofenbatterie mit fünf Kalkschachtöfen umfasst es Aufzugstürme für die Materialbeschickung und den Personentransport, eine Filteranlage sowie einen Leitstand. Gesprengt werden am 3. November die Ofenbatterie und die Aufzugstürme. Das Schauspiel kann von einem Beobachtungspunkt aus verfolgt werden. 

Bei den übrigen Anlagen läuft der mechanische Rückbau oder ist bereits abgeschlossen. 

100 Tonnen schadstoffhaltige Materialien

Eine detaillierte Bestandsaufnahme im ehemaligen Kalkwerk hat ergeben, dass rund 7000 Tonnen Baustoffe und Baumischabfälle sowie rund 100 Tonnen schadstoffhaltige Materialien wie Asbest, alte Dämmstoffe, PAK- oder PCB-haltige Stoffe und Leuchtstoffröhren anfallen.

Nach eigenen Angaben hat Dyckerhoff auf dieser Basis ein zweistufiges Rückbau- und Entsorgungskonzept erarbeitet. Schadstoffhaltige Materialien, die durch die Sprengungen freigesetzt werden könnten, seien bereits entfernt worden. Nach der Sprengung würden die Materialien am Boden sortiert. Sollten in Einzelfällen Stoffe nicht eindeutig erkennbar sein, finde eine chemische Untersuchung statt, sichert das Unternehmen zu.

Das ehemalige Kalkwerk soll in ein vorgewässertes sogenanntes Fallbett stürzen. Während der Sprengungen soll unter anderem ein Wasserschleier die Staubentwicklung dämmen. Für den Abtransport des Schutts sind bis zu 300 Lkw-Fuhren erforderlich.

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