Lengericher legen neues Buch vor
Auf den letzten Drücker

Lengerich -

Unveröffentlichte Fotos sind nur ein Detail des Buches „Ruanda und die Deutschen“, das die beiden Lengericher Hans-Ulrich Duwendag und Dr. Wolfgang Völker erstellt haben. Mit detektivischem Spürsinn haben sie die deutsche Kolonialgeschichte in dem ostafrikanischen Land rekonstruiert.

Freitag, 12.01.2018, 18:01 Uhr

50 Exemplare von „Ruanda und die Deutschen“ sind an die deutsche Botschaft in dem ostafrikanischen Land geschickt worden. Hans-Ulrich Duwendag und Dr. Wolfgang Völker (rechts) freuen sich, dass die Sendung passend zur Eröffnung eines Heimatkundemuseums in der Hauptstadt Kigali eintraf.
50 Exemplare von „Ruanda und die Deutschen“ sind an die deutsche Botschaft in dem ostafrikanischen Land geschickt worden. Hans-Ulrich Duwendag und Dr. Wolfgang Völker (rechts) freuen sich, dass die Sendung passend zur Eröffnung eines Heimatkundemuseums in der Hauptstadt Kigali eintraf. Foto: Michael Baar

Detektivischen Spürsinn darf man Dr. Wolfgang Völker und Hans-Ulrich Duwendag nicht absprechen. Spannend wie ein Krimi erzählen die beiden Lengericher die Geschichte, an deren Ende ein Buch steht: „Ruanda und die Deutschen“, Untertitel „Missionare als Zeitzeugen der Kolonialgeschichte“ (WN vom 3. Oktober 2017).

Was als relativ entspannte Recherche begonnen hat, ist dann doch unter argen Zeitdruck geraten. Der Grund: Am 17. Dezember sollte in Kigali, der Hauptstadt Ruandas, im Kandt-Haus ein Museum eröffnet werden. Das Gebäude ist das letzte erhaltene Haus in der 1,5 Millionen Einwohner zählenden Hauptstadt, das einst von deutschen Missionaren gebaut worden ist. Und der Namensgeber, Dr. Richard Kandt, ist 150 Jahre zuvor geboren worden.

Aus dem Natur- und Heimatkundemuseum soll ein Kulturgeschichtliches Haus werden. Schließlich ist das Gebäude die ehemalige Residenz des damals offiziellen Vertreters des Kaiserreichs. Richard Kandt hatte Kigali gegründet – genau im geografischen Mittelpunkt des Landes.

Das Kandt-Haus stand Anfang dieses Jahrtausends kurz vor dem Abriss. „Das Auswärtige Amt hat das verhindert“, erzählt Hans-Ulrich Duwendag. Zum Glück, wie er findet, denn für die ruandische Geschichte sei das Gebäude wichtig. Mit ihrem Buch wollen die beiden Lengericher einen Teil dieser „Geschichte lebendig werden lassen“.

Das ist ihnen gelungen. Von Erfolg gekrönt war auch die Mission des Buchversands in das ostafrikanische Land. 50 Bücher habe die deutsche Botschaft erhalten. „Die sind auf den letzten Drücker dort angekommen“, freuen sich die beiden, dass es mit dem 17. Dezember geklappt hat.

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