Kein Zebrastreifen, keine Fußgängerampel
Kreis: Querungshilfe ist die sicherste Lösung

Lengerich -

Es bleibt, wie es ist. Auf der Lienener Straße, Höhe Sudenfelder Straße, wird es weder eine Ampel noch einen Zebrastreifen geben. Dafür hatte sich zwar die Lokalpolitik über Monate aus Sichergründen stark gemacht. Doch der Kreis als Straßenlastträger bewertet die Situation anders.

Donnerstag, 15.02.2018, 12:02 Uhr

Aus dieser Perspektive kaum zu erkennen, aber nach Auffassung des Kreises die sicherste Lösung an dieser Stelle: Die Querungshilfe für Fußgänger auf der Lienener Straße zwischen Einmündung Sudenfelder Straße und TWE-Gleisen.
Aus dieser Perspektive kaum zu erkennen, aber nach Auffassung des Kreises die sicherste Lösung an dieser Stelle: Die Querungshilfe für Fußgänger auf der Lienener Straße zwischen Einmündung Sudenfelder Straße und TWE-Gleisen. Foto: Michael Baar

Jedes andere Ergebnis wäre den Rastfraktionen vermutlich lieber gewesen. Doch Martin Pogrifke hatte keine andere Wahl: Die Querungshilfe auf der Lienener Straße zwischen TWE-Bahnübergang und Einmündung Sudenfelder Straße bleibt. Die Begründung liefert der Leiter des Fachdienstes Sicherheit und Ordnung am Dienstagabend im Stadtrat. Aus Sicht des Kreises gibt es keine bessere, sprich sicherere, Lösung. Oder anders ausgedrückt: „Aus fachlicher Sicht besteht kein Handlungsbedarf“, zitiert er den Schlusssatz der Stellungnahme.

Eine Einschätzung, die nicht aus dem hohlen Bauch heraus in Steinfurt getroffen wurde. Martin Pogrifke legt den Kommunalpolitikern eine ausführliche Stellungnahme der Kreisverwaltung vor. Die unausgesprochene Frage aus den Reihen der Ratsmitglieder „Was kann die Stadt tun?“, beantwortet er mit dem Hinweis, dass die einzige Möglichkeit eine Verpflichtungsklage wäre. Und die hätte, so seine Einschätzung, null Chance auf Erfolg, weil es sich bei der Entscheidung des Kreises um eine Ermessensentscheidung handle.

Die Stadt hat sich bei der Frage nach der besten Lösung für die Fußgänger nicht nur auf den Kreis verlassen. An zwei Tagen (14. und 16. November 2017) wurde gezählt, wie viele Personen die Querungshilfe nutzen: im Durchschnitt neun in einer Stunde. „Wenn die Schüler für den Sport ins Stadtion gehen, ist die Frequenz größer“, nahm der Fachdienstleiter einen möglichen Einspruch vorweg. Der Kreis hat mit 25 Personen pro Stunde gerechnet. Zudem passieren im Schnitt 800 Fahrzeuge pro Stunde diese Stelle. Wie viele Lkw sich in dieser Zahl verbergen, „ist vom Kreis nicht ermittelt worden“.

Schade, denn schon im vergangenen Jahr hatten Ratsmitglieder vermutet, dass sich nach der Sperrung der Tecklenburger Straße für Lkw über zwölf Tonnen zwischen Kreisverkehr Kronenburg und Feldweg die Laster verstärkt über den Südring und die Lienener Straße in Hohne einfahren.

Eine Ampel komme schon deshalb kaum in Frage, weil gerade mal 100 Meter weiter in Richtung Innenstadt eine – wie die Polizei ermittelt hat – rege genutzte Fußgängerampel steht. Und „ein Zebrastreifen erhöht die Sicherheit nur, wenn er regelmäßig genutzt wird“, zitierte Martin Pogrifke aus der Stellungnahme des Kreises.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5524557?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F
Borowski ermittelt an der Nordsee
Nordsee gleich Mordsee? An den Gestaden von Suunholt trifft Kommissar Borowski (Axel Milberg) auf die geheimnisvolle Femme fatale namens Famke (Christiane Paul).
Nachrichten-Ticker