Integriertes Stadtentwicklungskonzept
Umsetzung verzögert sich

Lengerich -

Die Umsetzung der ersten Maßnahmen aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (Isek) wird sich verzögern. Grund dafür ist, dass die gewünschten Fördergelder nicht so schnell fließen können wie zunächst gedacht.

Mittwoch, 14.03.2018, 05:03 Uhr

Die Fußgängerzone ist einer jener Bereiche, denen sich das Stadtentwicklungskonzept in besonderer Weise widmet.
Die Fußgängerzone ist einer jener Bereiche, denen sich das Stadtentwicklungskonzept in besonderer Weise widmet. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Wenn die Mitglieder des Bundestages heute Angela Merkel erneut zur Kanzlerin wählen, hat die am längsten dauernde Regierungsbildung in der Geschichte der Bundesrepublik ihr Ende gefunden. Fast ein halbes Jahr wurde das Land nur geschäftsführend regiert. Ohne Folgen ist das nicht geblieben. Zu spüren sind die nun auch in Lengerich. Der Fahrplan für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (Isek) muss modifiziert werden, weil die erwarteten Finanzmittel aus Berlin später fließen als geplant.

Die Stadtverwaltung habe davon vor ein paar Wochen durch eine Mitteilung des Städte- und Gemeindebundes erfahren, sagt Jürgen Kohne. Lengerichs Wirtschaftsförderer berichtet, dass in der Folge in Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung Münster das Thema Förderanträge noch einmal angegangen worden sei. „Wir haben etwas umgestrickt.“ Dadurch soll versucht werden, die zeitlichen Verzögerungen, die durch den Stillstand in der Hauptstadt entstanden sind, zu minimieren.

Ursprünglich geplant war zum Start der Umsetzung des Isek in diesem Jahr der Aufbau eines sogenannten Citymanagements als Koordinierungsstelle und Ansprechpartner für alle Dinge rund um das Konzept. Allein dafür sollten 65 000 Euro bereitgestellt werden. Weitere 20 000 Euro waren für die Öffentlichkeitsarbeit vorgesehen. Als dritte Maßnahme steht die Durchführung eines Wettbewerbs an, bei dem es um die Gestaltung der Fußgängerzone gehen soll (150 000 Euro).

Die entsprechenden Anträge seien beim NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung einzureichen, so Kohne. Darüber gebe es dann sowohl Landes- als auch die Bundesmittel. „In aller Regel“ werde mehr beantragt, als bewilligt werden könne. Aber Lengerich habe von der Bezirksregierung bereits das Signal erhalten, dass die Chancen auf eine Bewilligung „ganz gut“ stünden.

Das Prozedere macht es seinen Worten zufolge indes unmöglich, dass die Stadt Dinge vorfinanziert. „Dann wären wir raus.“ Also heißt es warten – und hoffen, dass „die Dynamik nicht flöten geht“, wie es der Wirtschaftsförderer formuliert. Um dieser Gefahr möglichst vorzubeugen, will die Stadt nicht untätig bleiben. Gedacht ist nach Kohnes Worten unter anderem an eine Informationsveranstaltung zum besagten Citymanagement. Aus diesem Anlass sollen verschiedene Akteure aus der Stadt zusammengeholt werden, die Ideen und Vorschläge einbringen könnten. Zudem könnten im Hintergrund bereits Dinge angegangen werden, die im weiteren Verlauf des Isek-Prozesses ohnehin vonnöten seien, etwa der Aufbau von ersten Kontakten zu entsprechenden Fachleuten oder -büros.

Die Gefahr, dass durch die jetzigen Verzögerungen Planungen etwa für das „Neue Markt-Karree“ der Firma Stroetmann nicht abgestimmt sind mit den Vorstellungen, die beim Wettbewerb für die Fußgängerzone zum Tragen kommen könnten, sieht Kohne nicht.

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