Stadtsparkasse Lengerich
Kunden investieren in Sachwerte

Lengerich -

Um 11,4 auf 423,2 Millionen Euro ist die Bilanzsumme der Stadtsparkasse im Geschäftsjahr 2017 gestiegen. „Dynamisch“, so Vorstandsvorsitzender Achim Glörfeld bei der Präsentation des Zahlenwerks im Stadtrat, habe sich das Kreditgeschäft entwickelt. Mit einem Auszahlungsvolumen von gut 49 Millionen Euro wurde der Wert des Vorjahres knapp verfehlt.

Freitag, 13.07.2018, 12:30 Uhr

Das Vorstandsteam der Stadtsparkasse Lengerich: Max Mews (links) und Vorsitzender Achim Glörfeld.
Das Vorstandsteam der Stadtsparkasse Lengerich: Max Mews (links) und Vorsitzender Achim Glörfeld. Foto: Stadtsparkasse Lengerich

Der Bestand an Kundenkrediten ist im vergangenen Geschäftsjahr „lediglich um 4,5 Millionen Euro oder 1,8 Prozent“ gewachsen. Als Grund nennt er hohe Darlehnstilgungen. Deutlich überdurchschnittlich ist unverändert der Strukturanteil der Kredite an der Bilanzsumme. Mit einer Quote von 78 Prozent liege die Stadtsparkasse erheblich über dem Durchschnitt der Sparkassen in Westfalen-Lippe. Seine Schlussfolgerung: „Der öffentliche Auftrag, die Kreditversorgung der Wirtschaft und der Bevölkerung in der Region sicherzustellen, wird von uns in besonderem Maße wahrgenommen.“

Und das Geld, das keine Verwendung im Kundenkreditgeschäft findet? „Das wird in Wertpapieren angelegt oder als Guthaben bei anderen Kreditinstituten unterhalten“, erläutert Achim Glörfeld. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 habe sich der Bestand an Wertpapier-Eigenanlagen gegenüber dem Vorjahr um 10,9 auf 64,1 Millionen Euro erhöht. Im Gegenzug reduzierten sich die Forderungen an Kreditinstitute sowie die Barreserven um 4,3 auf 18,8 Millionen Euro.

Als „im Kreditgeschäft stark positionierte Sparkasse können wir die erforderlichen, insbesondere langfristigen Mittel nicht allein aus Kundeneinlagen speisen“, stellt der Vorstandsvorsitzende fest. Deshalb würden auch Refinanzierungsmittel anderer Kreditinstitute benötigt.

Dominierend auf der Passivseite der Bilanz sind nach wie vor die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden. Um 5,3 auf 264,8 Millionen Euro sind deren Einlagen im Geschäftsjahr 2017 gestiegen. Überwiegend wurde in kurzfristige Anlageformen investiert.

Unverändert lebhaft läuft nach seinen Worten das Verbundgeschäft, gerade im Bereich Eigentum. „Bei zahlreichen Wohnungsbaufinanzierungen wurden Bausparverträge eingebunden, die den Kunden perspektivisch niedrige Zinsen auch für den Zeitraum der Anschlussfinanzierung sichern“, nennt er ein Detail. Von einem „Rekordjahr“ spricht Achim Glörfeld beim Thema Immobilienvermittlungsgeschäft. Der Hang zur Geldanlage in Sachwerten und einer eigenen Immobilie sei ungebrochen.

Ein positiver Effekt für die Stadtsparkasse: Die sehr gute Position im Vermittlungs- und Verbundgeschäft helfe, die seit Jahren rückläufigenErgebnisbeiträge aus dem zinstragenden Geschäft zum Teil zu kompensieren. Immerhin muss die Stadtsparkasse für ihre bei der Europäischen Zentralbank (EZB) unterhaltene Liquidität einen Negativzins von 0,4 Prozent zahlen.

Nach Abzug der Ertragssteuern sind 2,75 Millionen Euro in die offenen Rücklagen eingestellt worden. Und der Bilanzgewinn von 340 977,30 Euro stärkt die Eigenkapitalbasis der Stadtsparkasse.

Die Bürger haben vom erfolgreichen Geschäftsjahr in Form von rund 110 000 Euro profitiert, die für gemeinnützige, soziale und kulturelle Zwecke aufgewendet wurden.

Dass sich die Stadtsparkasse in einem Umfeld immer größer werdender Kreditinstitute erfolgreich behauptet, hat für Achim Glörfeld zwei Gründe: Die kontinuierliche Unterstützung durch die Politik, insbesondere des Rates, über die 175 Jahre des Bestehens. Und das Vertrauen der Kunden. Dafür, das verspricht er, werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie bisher mit großem Engagement arbeiten, um den Kunden weiter erstklassigen Service zu bieten.

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