Lengerich

Fr., 03.09.2010

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Solistin der Spitzenklasse

Blues der Extra-Klasse am Mittwoch im Bistro der Gempt-Halle. Dede Priest gab als Stargast Kostproben ihres Könnens. Kai Strauß freute sich über den prominenten Besuch. Foto: (Axel Engels)
Von Axel Engels

Lengerich - Bei gleichem Preis schöner als ein Kinobesuch - die Blues Session im Bistro der Gempt-Halle ist mit ihrer erdigen Musik immer wieder selbst die längste Anreise wert. Am Mittwochabend starteten Memo Gonzales & the Bluescasters nach der Sommerpause so richtig durch, boten mit der aus Dallas, Texas, stammenden Dede Priest als Gastsolistin einen Bluesevent der Spitzenklasse.

Über Resonanz beim Publikum brauchte man sich an diesem Abend nicht beklagen. Neben dem harten Kern der Bluesfreunde finden auch immer wieder neue Fans den Weg ins Bistro.

Zuerst einmal legte Memo Gonzales mit starker Bühnenpräsenz los, gab es im Zusammenspiel mit der Band beeindruckend groovende Songs. „I cried last night“ wurde von ihm mit ganz vielen Emotionen gesungen, da spürte man seine Authentizität. Mit ungebrochener Virtuosität huschten die Finger von Christian Bleiming über die Tasten des Klaviers, immer wieder trieb er mit seinen punktgenau zum Schlagzeug passenden Spielfiguren an. Kai Strauss agierte an diesem Abend nicht nur als Instrumentalist, sondern gab mit markanter Stimme Songs wie „Pressure of the city“ ein ganz eigenes Gewand.

Als dann Dede Priest die Bühne betrat, war das Publikum bestens eingestimmt auf ihre mitreißende Musikshow. Dass ihre außergewöhnliche Stimme sie für Gospel und Blues quasi prädestiniert, wurde sofort beim ersten Song spürbar. Immer wieder suchte sie den direkten Dialog mit dem Publikum, erlebte man eine wirklich große Bluessängerin. Bei „Cotton Candy“ und „Baby´s gone fishin“ zeigte sie ihre ganzen Qualitäten, forderte Kai Strauss zu immer intensiverem Spiel auf.

Die Stimmung im Gempt-Bistro erreichte ihren Höhepunkt, als Memo Gonzales und Dede Priest im Duett besten gefühlvollen Blues boten. An diesem Abend stimmte einfach die Chemie zwischen den Musikern, Natürlichkeit und Musizierfreude boten für die Bluesfans unter die Haut gehende Songs. Mit solch einem grandiosen Start nach der Sommerpause haben Timo Gonzales & The Bluescasters sicherlich ganz viele neue Freunde gewonnen und ihrem Stammpublikum einen köstlich unterhaltsamen Abend bereitet. Auf die nächste Blues-Session darf man sich schon freuen.


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