Lengerich
Mi., 06.01.2010
Touristische Attraktion
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Lengerich - Das ist fraglos eine touristische Attraktion. Lengerich wird Teil der Deutschen Fußball Route (DFR). Start ist im kommenden Frühjahr. Die Idee hat Michael Rottmann, Manager der Gempt-Halle, ins Rollen gebracht. Dessen früherer Arbeitskollege Jürgen Steiner, mit dem er gute Kontakte pflegt, ist Projektmanager dieser Tourismus-Initiative in Nordrhein-Westfalen. Hinter den Kulissen haben die beiden schon ernsthafte Pläne geschmiedet, die einem kleinen Kreis bereits im vergangenen Herbst vorgestellt wurden. „Nun wird es ernst“, berichtete gestern Michael Rottmann auf Anfrage der Westfälischen Nachrichten.
Hintergrund der NRW-Initiative ist die Vernetzung von Städten, in denen entweder Bundesliga-Fußball gespielt wurde oder aktuell gespielt wir. „Und davon gibt es in unserem Land eine ganze Menge“, bemerkt Jürgen Steiner bei einem Besuch in Lengerich. Zusammen mit Michael Rottmann philosophierte er dann, wie möglicherweise Lengerich ins Spiel gebracht werden könnte. „Das war eigentlich relativ einfach, denn die Stadt liegt grob gesehen zwischen Münster und Bielefeld“, stellt Rottmann fest.
Die Deutsche Fußball Route gliedert sich in vier Kategorien. Die erste beinhaltet Angebotshöhepunkte, beispielsweise die großen Bundesliga-Stadien in Köln, Gelsenkirchen oder Dortmund. Aber auch Versmold, wo Fußballschuhe von Pele ausgestellt sind. Die nächste Kategorie beschäftigt sich mit Markenerlebnispunkten, zum Beispiel den Sportplatz von Bergheim, von Lukas Podolski das Fußball spielen lernte, oder die Cartbahn in Kerpen, wo Michael Schumacher groß wurde. Der dritten Kategorie sind touristische Erzählorte zugeordnet, wie die Abtei Brauweiler, die sich mit Frauenfußball befasst, oder der Maxipark in Hamm, der einstigen Heimat von Kopfballungeheuer Horst Hrubesch.
In der vierten Kategorie geht es um Spielplätze, wo es aktiv zugeht. Dazu zählt Lengerich. „Hier gibt es zwar keine direkten Bezugspunkte zu den ganz großen Fußball-Themen. Aber hier besteht die Möglichkeit, auf der Route selbst aktiv zu werden“, zeigt Jürgen Steiner Möglichkeiten auf. Eine Idee hat Michael Rottmann schon: Fußball-Golf. „Ähnlich wie beim Minigolf müssen die Spieler dabei versuchen, Hindernisse mit dem Fußball zu überwinden und ihn dann in ein fest installiertes Ziel befördern. So etwas gibt es in NRW noch nicht“, erklärt der Hallenmanager. Derartige Hindernisse, Spielgeräte und Bahnen ließen sich auf dem Vorplatz und dem Festplatz sowie im Generationenpark installieren. Beispielsweise einen Betonkegel, wo der Ball auf die Spitze des Kegels zu befördern ist. Oder ein Drahtseilring, durch den ähnlich wie bei einer Torwand zu treffen ist. Oder das Rohr eines Heugebläses, durch das der Ball zu befördern ist. Bei diesen Vorschlägen hat Michael Rottmann auch an Bezugspunkte gedacht, wie der heimischen Industrie für den Betonkegel oder die Verbindung des Drahtseilrings mit der Gempt-Halle. Auch der Heimatverein könnte sich mit einem alten Heugebläse einbringen. „Wir brauchen Vereine und Vereinigungen, die uns unterstützen“, so Michael Rottmann. Wer dabei mitmachen möchte, kann sich bei ihm melden.
Der Hallenmanager hat auch schon eine klare Vorstellung, bis wann der geplante „Fußball-Golf-Platz“ realisiert werden sollte: „Dazu bietet sich die Fußballweltmeisterschaft an. Da werden wir wieder Public Viewing anbieten. Die Halle war bei diesen großen Events immer rappelvoll.“ Lengerich würde Bestandteil der Rad-Tourstirk-Route sein, denn dafür sei das Münsterland ideal geeignet. Im übrigen befindet sich auch Lienen auf dieser Route. Im Barfußpark soll eine Spielbox eingerichtet werden.
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